Für elf Prozent sind Gesundheitspreise das größte Problem
„In welchem Lebensbereich spüren Sie am meisten, dass die Preise gestiegen sind?“, fragte forsa Anfang Dezember 2025 rund 1.000 Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren. Insgesamt standen vier Optionen zur Auswahl. Das Ergebnis:
68 Prozent entschieden sich für den Bereich Lebensmittel,
16 Prozent für Energiekosten, zum Beispiel für Heizen und Strom,
11 Prozent nannten die Preise im Bereich Gesundheit, zum Beispiel für Krankenkasse und Pflege,
4 Prozent sahen die Kosten für Mobilität etwa beim Kauf von Fahrkarten oder beim Tanken am kritischsten.
Insgesamt gaben 58 Prozent der Teilnehmenden gegenüber forsa zu Protokoll, dass sie sich vor dem Hintergrund ihrer finanziellen Situation hinsichtlich der steigenenden Lebenshaltungskosten „sehr große“ (21 Prozent) oder „große“ (37 Prozent) Sorgen machten.
Dagegen gaben 28 Prozent der Befragten an, sich „eher wenig Sorgen“ zu machen. 14 Prozent sagten, dass ihnen das aktuelle Niveau der Lebenshaltungskosten „keine Sorgen“ bereite.
vzbv fordert für 2026 Entlastung der Bevölkerung
„Seit 2020 sind die Lebensmittelpreise um mehr als 35 Prozent gestiegen. Das stellt viele Menschen vor eine große Herausforderung“, kommentiert Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, die Umfrageergebnisse. „Auch bei den Energiepreisen bleibt die Situation angespannt. Strompreise in Deutschland sind mit die höchsten in ganz Europa. Dass die versprochene Stromsteuersenkung für Verbraucherinnen und Verbraucher ausgeblieben ist, war ein Vertrauensbruch.“
Laut der Umfrage sprachen sich knapp zwei Drittel (63 Prozent) dafür aus, dass die Politik Verbraucherinnen und Verbraucher durch die Reduzierung von Steuern und Abgaben entlastet. Knapp ein Drittel (32 Prozent) würde es vorziehen, dass stattdessen die Wirtschaft entlastet wird.
Die repräsentative Telefonbefragung wurde vom 2. bis 4. Dezember 2025 von forsa im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands durchgeführt. Befragt wurden 1.002 Personen ab 18 Jahren.




