Corona-Neuinfektionen

Inzidenz steigt vor allem bei den jungen Erwachsenen

ak
Gesellschaft
In Deutschland ist die Sieben-Tage-Inzidenz binnen einer Woche von 4,9 auf 7,1 gestiegen. In der Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen beobachtete das Robert Koch-Institut (RKI) einen Anstieg der Neuinfektionen auf einen Wert von 19.

Beinahe in allen Altersgruppen war die Sieben-Tage-Inzidenz über mehrere Wochen lang rückläufig, aber insbesondere bei den Jüngeren nimmt die Zahl der Neuinfektionen aktuell wieder stark zu.

Dem RKI zufolge ist diese Tendenz am auffälligsten bei den 20- bis 24-Jährigen. Hier stiegt die Inzidenz von zehn auf 19 innerhalb von 14 Tagen. Der Altersmedian aller Fälle stabilisierte sich in den letzten Meldewochen bei etwa 30 Jahren, berichtet das RKI. Auch bei Jugendlichen ab 15 Jahren gab es einen leichten Anstieg der Inzidenz. Im Vergleich dazu stagnierte der Wert bei den 75- bis 84-Jährigen im selben Zeitraum bei 1. 

Delta verbreitet sich vor allem bei den Ungeimpften

Die viel ansteckendere Virusvariante Delta sorgt vor allem bei den Ungeimpften dafür, dass sich das Virus rasch verbreitet, sagte RKI-Chef Lothar Wieler auf einer Pressekonferenz . Jüngere Erwachsene zählten wegen ihres deutlich geringeren Risikos schwer an COVID-19 zu erkranken, nicht zu den priorisierten Gruppen bei der Vergabe von Impfterminen. Wie hoch die Impfquote bei 20- bis 29-Jährigen ist, geht aus den RKI-Daten nicht hervor.

Nur 1,8 Prozent der unter 18-Jährigen vollständig geimpft 

Zugleich nimmt der Anteil der ansteckenderen Delta-Variante immer weiter zu: Mittlerweile erreiche sie einen Anteil von 74 Prozent bei den positiven Proben, geht aus dem aktuellen Situationsbericht des RKI hervor.

Delta macht 75, Alpha 22 Prozent der Neuinfektionen aus

Diese Meldedaten beziehen sich auf den Zeitraum vom 28. Juni bis 4. Juli. Der Anteil von Delta hatte sich innerhalb von ein paar Wochen rasant von 18 auf 39 und zuletzt auf 60 Prozent erhöht. Die Variante Alpha liegt nur noch bei 22 Prozent.

Aufgrund der leichten Übertragbarkeit dieser Variante, muss dem RKI zufolge mit einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen in den nächsten Wochen gerechnet werden. Hinzu kommen die Lockerungen der Kontaktbeschränkungen und die Reisetätigkeit, die eine erneute Virusausbreitung begünstigen. Darüber hinaus liegen Daten vor, die auf potenziell schwerere Krankheitsverläufe bei Infektionen mit der Delta-Variante hinweisen.

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