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Gegen Schlafapnoe

Japanischer Nasenstent: "Wie eine Kontaktlinse für die Augen"

Der weiche mit Gleitgel-beschichtete Nasen-Stent soll die Atemwege offen halten. Neuwirth Medicare Gmbh
nb/sp/pm
Zahnmedizin
Schlafapnoe
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Ein Forscherteam aus Japan hat einen sogenannten Nasen-Stent entwickelt, der nächtliche Atemaussetzer verhindern soll: Das Einmal-Medizinprodukt soll während des Schlafs die verengten Luftwege offen halten. "Wie eine Kontaktlinse für die Augen", verspricht der Hersteller.

Der Nasen-Stent sei das erste "über die Nase einzuführende hygienische Einmal-Medizinprodukt zur Behandlung von Schnarchen und Schlafapnoe, das während des Schlafs die verengten Luftwege offen hält", verspricht der Produzent Neuwirth Medicare GmbH.

Und so soll es funktionieren: Der Patient führt vor dem Schlafengehen den sterilen, mit einem Gleitgel beschichteten Stent vorsichtig so weit in die Nase ein, bis das Endstück den weichen Gaumen in Nähe des Zäpfchens erreicht. Zum Schluss wird der Schlauch am Nasensteg befestigt, um ein Verrutschen oder gar Verschlucken zu verhindern. Das Einbringen des Nasen-Stents sei aufgrund des speziellen Gleitgels "einfacher, als man vermuten sollte", verspricht der Hersteller, "vergleichbar beispielsweise mit der Anwendung weicher Kontaktlinsen".

Der Schlauch passe sich geschmeidig und ohne Fremdkörpergefühl der inneren Nasenanatomie an. Dort sorge er dann für eine gleichmäßige Atmung, indem er die Obstruktion der Atemwege überwindet. Morgens nach dem Aufwachen müsse der Patient den Einmal-Stent vorsichtig entfernen und mit dem Hausmüll entsorgen.

"Wie eine Kontaktlinse für die Nase", verspricht der Hersteller

Laut Hersteller sei der Nasen-Stent die passende Alternative für Schnarch-Patienten, die mit einer CPAP-Atemmaske therapiert werden und zum Beispiel auf Reisen sind und auf eine Therapie nicht verzichten sollen.

Es wird empfohlen, den Nasenschlauch beim Hals-Nasen-Ohrenarzt zur Bestimmung der individuellen Stent-Länge anpassen zu lassen.




2014 erhielt die Methode zunächst für Japan und einige asiatische Länder die Marktzulassung. Seit vergangenem Jahr ist der Nasen-Stent auch in den USA, China und Europa zugelassen - ab sofort ist er neben Frankreich und den Niederlanden auch in Deutschland zur Therapie einer mäßigen Schlafapnoe zugelassen und erhältlich. 

nb/sp/pm

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