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Diskussion um schnellere Sprechstundentermine

KBV-Chef erteilt Forderung nach Online-Terminportal eine Absage

sth
Politik
Dem Vorschlag des GKV-Spitzenverbandes, ein tagesaktuelles Online-Portal für Sprechstundentermine einzurichten, erteilt der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, eine Absage.

„Eine Terminplattform muss Patientinnen und Patienten bei der freien Wahl ihres Arztes oder Psychotherapeuten unterstützen, und diese freie Wahl darf nicht zugunsten zentraler Planungs- und Überwachungsfantasien geopfert werden“, kritisierte Gassen. Die Vorstellungen des GKV-Spitzenverbands (GKV-SV) liefen den Interessen der Patienten diametral entgegen.

Gassen: 40 Millionen unvergütete Termine pro Jahr

Der KBV-Vorstandsvorsitzende führte an, dass im fachärztlichen Bereich jährlich über 40 Millionen Termine ohne Vergütung stattfänden. Er forderte daher: „Jedwede auf Wartezeitenverkürzung abzielende Maßnahme muss zuerst diesem Umstand Rechnung tragen und dafür sorgen, dass die offenbar von allen als unverzichtbar eingestuften Facharztbesuche auch vergütet werden. Ansonsten wird das fachärztliche Terminangebot eher kleiner als größer werden.“

Laut KBV sind die Wartezeiten kürzer als kritisiert

Auch die Länge der Wartezeit stellte Gassen in Frage und verwies auf eine durch die KBV durchgeführte Evaluation der Terminservicestellen 116 117 aus dem Jahr 2023. Daraus gehe hervor, dass Facharzttermine im Schnitt innerhalb von zwölf Tagen nach der ersten Anfrage vermittelt werden konnten.

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