Sie wurden erfolgreich abgemeldet!

Elektronische Patientenakte erhält neue Funktionen

Lesebenachrichtigungen und elektronischer Medikationsplan kommen

mg
Gesellschaft
Die ePA-Apps der Krankenkassen informieren künftig via Push-Nachricht, wenn eine Praxis Akteneinsicht nimmt oder neue Daten hochgeladen werden, informiert die gematik – und erklärt weitere Neuerungen.

Ab dem 1. Juli erhalten die ePA-Apps der Krankenkassen nach und nach ein Update, mit dem schrittweise neue Funktionen der elektronischen Patientenakte (ePA) erlebbar werden, so die gematik. „Versicherte können dann in ihrer App einstellen, ob sie Push-Benachrichtigungen über Aktivitäten in Verbindung mit ihrer ePA erhalten möchten. Dank Push-Benachrichtigungen erfahren Versicherte unmittelbar, wenn sich etwas in ihrer Patientenakte tut, ohne die ePA-App selbst öffnen zu müssen.“

In der App lasse sich festlegen, worüber man informiert werden möchte: etwa, wenn nach dem Krankenhaus-Aufenthalt der Entlassbrief hochgeladen wird oder wenn die neue Facharzt-Praxis auf die eigene Akte zugreift. „Das schafft noch mehr Transparenz, Überblick und Souveränität über die eigenen Gesundheitsdaten in der Patientenakte“, lautet das Fazit der gematik.

eMP macht Gesamtmedikation eines Versicherten sichtbar

Ab Mitte Juli wird dann schrittweise der elektronische Medikationsplan (eMP) als Teil des digital gestützten Medikationsprozesses (dgMP) in der ePA ausgerollt. Mit der Pilotierung des dgMP können bereits erste Einrichtungen, die zu dem Netzwerk in den Modellregionen gehören und auch Einrichtungen, die in Kontakt mit ihrem Hersteller stehen und den dgMP erproben möchten, die neuen Funktionen Schritt für Schritt kennenlernen.

Erste Hersteller werden zu Beginn an der Pilotierung teilnehmen, weitere werden im Pilotierungsverlauf erwartet, heißt es. Im Mittelpunkt dieser Phase steht der eMP, der perspektivisch den bundeseinheitlichen Medikationsplan (BMP) ablösen soll. Neben der Verfügbarkeit des eMP gehen mit der jetzigen Ausbaustufe der ePA auch weitere Funktionen einher, etwa die Möglichkeit für Einrichtungen, Nachträge für OTC-Medikamente und Betäubungsmittel in der elektronischen Medikationsliste (eML) vorzunehmen.

„Der eMP wird eine wichtige Rolle im Medikationsmanagement übernehmen“, ist sich die gematik sicher. Im Vergleich zur eML, die bereits seit Start der ePA verfügbar ist, biete der eMP nicht nur eine Übersicht über das Verordnungs- und Abgabegeschehen, sondern eine darüber hinausgehende Darstellung der aktuellen und institutionsübergreifenden Gesamtmedikation eines Versicherten „mit weiterführenden Hinweisen, die die versicherte Person darin unterstützen, die Therapie sicher und erfolgreich umzusetzen“.

Melden Sie sich hier zum zm Online-Newsletter an

Die aktuellen Nachrichten direkt in Ihren Posteingang

zm Online-Newsletter


Sie interessieren sich für einen unserer anderen Newsletter?
Hier geht zu den Anmeldungen zm starter-Newsletter und zm Heft-Newsletter.

Zum Seitenanfang springen