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Ein Jahr elektronische Patientenakte für alle

Mehr als 5,5 Millionen eZahnbonushefte sind in der ePA gespeichert

ao
Politik
Knapp ein Jahr nach Beginn der bundesweiten Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) in Deutschland sind mehr als 5,5 Millionen Zahnbonushefte über die digitale Akte abrufbar. Insgesamt wurden mehr als 100 Millionen Dokumente in die ePA eingestellt. Das geht aus Zahlen der gematik hervor.

Wie die Digitalagentur gematik mitteilte, haben Behandelnde seit dem bundesweiten Start der ePA Ende April 2025 insgesamt mehr als 100 Millionen Dokumente wie Befunde, Laborberichte und Arztbriefe in die E-Akte eingestellt. Digital gespeicherte Listen mit verschriebenen Medikamenten werden demnach im Schnitt 21 Millionen Mal pro Woche abgerufen. 

Wöchentlich greifen laut gematik bis zu 93.000 Zahnarztpraxen und Arztpraxen auf die ePA ihrer Patientinnen und Patienten zu. Anfang Oktober 2025 waren es noch knapp 84.000.

„Die Zahlen zeigen, dass die ePA bundesweit in der Versorgung genutzt wird. Die eingestellten Daten und Dokumente unterstützen tagtäglich die Behandlung und Therapie-Entscheidungen“, sagte Dr. Florian Fuhrmann, Vorsitzender der gematik-Geschäftsführung.

Für knapp 73 Millionen der gut 74 Millionen gesetzlich Versicherten haben die gesetzlichen Krankenkassen eine E-Akte angelegt. Bisher nutzen Millionen Versicherte ihre ePA allerdings noch nicht aktiv, um eigene Daten anzusehen oder auch sensible Inhalte zu sperren. Das Interesse nimmt aber langsam zu. Wie die gematik mitteilte, haben inzwischen 5,1 Millionen Versicherte eine digitale Gesundheitsidentität, die ihnen den Zugriff auf ihre ePA ermöglicht.

Nach einem Start in Testregionen war die Nutzung der ePA ab Ende April 2025 schrittweise bundesweit ausgedehnt worden. Seit 1. Oktober 2025 sind Praxen und Kliniken verpflichtet, wichtige Daten wie Befunde oder Laborwerte einzustellen. 

Bislang erhalten Zahnärzte und Ärzte für die Erstbefüllung und Aktualisierung der ePA eine Vergütung. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) kündigte jedoch am vergangenen Dienstag an, dass die extrabudgetäre Vergütung ab 2027 im Zuge der Finanzreform der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gestrichen werden soll.

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