Nur acht Prozent der TK-Versicherten nutzen die ePA
Nach Angaben von TK-Chef Jens Baas registrieren sich derzeit monatlich rund 60.000 neue Nutzerinnen und Nutzer für die digitale Akte. Allein im März wurden etwa 700.000 Zugriffe gezählt.
Kein Sprint, eher ein Marathon
Baas betonte jedoch zeitgleich, dass die digitale Transformation im Gesundheitswesen Zeit brauche: „Eine Patientenakte etabliert sich nicht über Nacht. Das braucht Zeit, sowohl in den Arztpraxen als auch bei den Versicherten. Die Erwartungshaltung darf nicht sein, dass die Akte täglich von Versicherten geöffnet wird“. Erst wenn über mehrere Jahre Gesundheitsdaten in die Akten gelaufen seien, könne die ePA ihr volles Potenzial entfalten und im Bedarfsfall bei der Behandlung unterstützen.
Die ePA war im April 2025 bundesweit eingeführt worden. In der Akte kann die gesamte Kranken- und Behandlungsgeschichte elektronisch gespeichert werden. Seit dem 1. Oktober 2025 sind Praxen, Krankenhäuser und Apotheken zur Nutzung der ePA verpflichtet.
Ein zentraler Vorteil der ePA liegt laut TK darin, dass sie auch ohne aktives Zutun der Versicherten wirkt. Befunde, Laborwerte und Verordnungen werden automatisch gespeichert und stehen im Bedarfsfall für Behandlungen bereit. Vor allem chronisch kranke und mehrfach erkrankte Menschen könnten so von einer besseren Übersicht und gezielteren medizinischen Versorgung profitieren.


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