Pro Woche gehen über 24 Stunden Behandlungszeit verloren!
„Praxisinhaber und -inhaberinnen verbringen im Schnitt sechs Stunden pro Woche mit Bürokratie, hinzu kommen 2,5 Stunden je Mitarbeitendem“, bilanziert die Bundeszahnärztekammer (BZÄK). Die dadurch verlorengehende Zeit summiere sich im Schnitt auf mehr als 24 Stunden pro Woche – mit entsprechenden „Folgen für Patientenzugang und Effizienz“.
Überflüssige Doppel‑ und Dreifachdokumentationen
BZÄK-Vizepräsidentin Dr. Doris Seiz bringt die Stimmung in der Zahnärzteschaft so auf den Punkt: „Unsere Kolleginnen und Kollegen kritisieren, zu wenig zahnärztlich tätig sein zu können, und stattdessen zu viele, teils äußerst absurde, Dokumentationspflichten abzuarbeiten. Diese Misstrauenskultur kostet Zeit, Geld, Nerven und am Ende Versorgungsqualität.“
Überflüssige Doppel‑ und Dreifachdokumentationen, aufwendige Prüfregime ohne Zusatznutzen und immer neue Vorgaben trieben die Kosten in den Praxen in die Höhe – und mittelbar auch die Ausgaben der Versicherungen, führt die BZÄK weiter aus. Gleichzeitig verschärfe sich so der Fachkräftemangel: „Praxisteams werden gebunden, junge Zahnärztinnen und Zahnärzte von Niederlassung abgeschreckt, erfahrene Kolleginnen und Kollegen gehen früher aus dem Beruf.“
Weniger Verwaltungsaufwand bedeutet bessere Prävention
Die BZÄK unterstreicht, dass der Abbau von Bürokratie Kosten im Gesundheitssystem einsparen würde. „Mehr Behandlungszeit, weniger Verwaltungsaufwand und stabile Praxen bedeuten bessere Prävention, weniger Folgekosten und eine nachhaltige Entlastung der Kassen“, rechnet die Berufsorganisation vor. Entbürokratisierung sei vor diesem Hintergrund kein Luxus, sondern Voraussetzung für eine zukunftsfeste Gesundheitsversorgung.


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