Sportzahnmedizin sorgt für Sicherheit und Leistungssteigerungen
Betroffen von Verletzungen im Gesichts- und Mundbereich sind nicht nur Profis, gerade Kinder und Freizeitsportler riskieren Zahnfrakturen und Kieferverletzungen mit teils langfristigen Schäden. Darauf weist aktuell noch einmal die Initiative proDente hin. Obwohl Helm und Schienbeinschoner längst selbstverständliche Schutzvorkehrungen sind, ist ein Mundschutz immer noch eher wenig verbreitet. Spannend wird zu sehen sein, ob bei der gerade begonnenen FIFA Fußball-Weltmeisterschaft schon mehr Spieler mit Sportmundschutz auflaufen als noch vor wenigen Jahren.
Moderne Sportzahnmedizin beginnt mit dem Mundschutz
Heute geht es längst nicht mehr nur um Schutz. Die Sportzahnmedizin untersucht, wie Biss, Kiefergelenke und Muskulatur mit Haltung, Kraft und Belastbarkeit zusammenspielen. „Immer mehr Profisportler setzen auf Zahnschienen, um Dysbalancen auszugleichen und dadurch Leistungssteigerungen zu erreichen“, erklärt Dirk Kropp, Geschäftsführer der Initiative proDente e.V. Auch Freizeitsportler profitieren vom Mundschutz.
Ein professionell gefertigter Mundschutz kann Stöße abfedern, Zähne und Kiefer stabilisieren und sogar das Risiko für Gehirnerschütterungen senken, so die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK). Gleichzeitig schützt er Lippen, Zunge und Weichteile. Wichtig ist aber, dass er weder die Atmung noch die Kommunikation beeinträchtigen darf. Entscheidend ist also die Passform. Standardlösungen aus dem Sportgeschäft verrutschen oft. Sie stören beim Atmen oder Sprechen und landen deshalb schnell wieder in der Tasche statt im Mund.
Den Unterschied macht das Dentallabor
Individuell gefertigte Sportmundschutze aus dem Dentallabor spielen in einer anderen Liga. Sie passen sich exakt an die Zahnstellung an, sitzen stabil und schützen deutlich besser. Solche Lösungen eignen sich auch für Kinder oder Träger fester Zahnspangen. Damit rückt auch ein Berufsstand stärker in den Fokus, ohne den diese Entwicklung nicht möglich wäre: Zahntechnikerinnen und Zahntechniker.
Mundschutz wird zum Mainstream
Die DGZMK empfiehlt Sportmundschutz inzwischen ausdrücklich für zahlreiche Sportarten: von Fußball und Handball über Hockey bis zu Skateboarding oder Mountainbike. Die Zahlen sprechen dafür. Ein guter Mundschutz kann das Risiko schwerer Zahnverletzungen deutlich senken. Denn ein Zahnunfall endet selten mit dem eigentlichen Aufprall. Gerade bei Kindern ziehen Frontzahnverletzungen oft jahrelange Behandlungen nach sich. Darüber informiert die Initiative proDente in ihrer Broschüre „Zahnunfall“, kostenlos heruntergeladen werden kann.







