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Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung

Wartezeit auf Facharzttermin beträgt im Schnitt 8,6 Tage

ao
Politik
Bei Terminen, die die Terminservicestelle vermittelt hat, liegt die durchschnittliche Wartezeit bei 8,6 Tagen. Das ergab eine aktuelle Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi).

Vor dem Hintergrund der Diskussion um lange Wartezeiten auf Facharzttermine hat das Zi Daten des 116117-Terminservices (TSS) für das Jahr 2025 im Hinblick auf Wartezeiten bei vermittelten Terminen analysiert. Dabei stellte sich heraus, dass die durchschnittliche Wartezeit 8,6 Tage betrug, teilte das Zi mit. 91 Prozent der Versicherten konnten demnach in weniger als 28 Tagen vermittelt werden.

Auch bei Radiologie-Terminen warten Patienten im Schnitt nur sieben Tage

Die ausgewerteten Daten zeigten, dass auch bei Terminen in der üblicherweise stark nachgefragten Radiologie, auf die etwa 400.000 Buchungen entfielen, im vergangenen Jahr eine durchschnittliche Wartezeit von lediglich sieben Tagen anfiel, heißt es in der Zi-Mitteilung. In der Radiologie sind demnach 90 Prozent der Patientinnen und Patienten in höchstens 17 Tagen vermittelt worden. In der Psychotherapie lag die durchschnittliche Wartezeit laut der Auswertung lediglich bei sechs Tagen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr über das Terminserviceportal 1,84 Millionen Facharzt-Termine vergeben, die auch im Nachhinein nicht von den Patientinnen und Patienten abgesagt worden sind.

Diese differenzierte Betrachtung der spezifischen Versorgungsdaten – auch im europäischen Kontext – zeige ein etwas anderes Bild als das, was derzeit in der Öffentlichkeit vermittelt werde, so das Zi. Dort werde „insbesondere in Zusammenhang mit der Debatte um eine sogenannte Termingarantie oftmals der Eindruck erweckt, als bestehe in Deutschland ein flächendeckendes Problem mit unzumutbar langen Wartezeiten.“

In Norwegen warten Patienten deutlich länger

„Im Vergleich mit dem Ausland führen wir eine Diskussion in sehr komfortabler Ausgangslage. Denn in fast allen anderen Ländern dieser Welt sind die Wartezeiten auf Arzt- und Psychotherapietermine wesentlich länger. Selbst in dem als Vorbild für die zukünftige Organisation der Gesundheitsversorgung oft zitierten Land Norwegen warteten Patientinnen und Patienten nach einer Überweisung deutlich länger auf einen Facharztkontakt als in Deutschland“, sagte der Zi-Vorstandsvorsitzende Dr. Dominik von Stillfried.

So mussten sich norwegische Patientinnen und Patienten im zweiten Tertial 2025 im Schnitt 63 Tage gedulden, bis sie einen fachärztlichen Behandlungstermin wahrnehmen konnten. Dabei mussten 7,5 Prozent der Hilfesuchenden länger warten als die medizinische Priorisierung des individuellen Versorgungsbedarfs dies erlaubte. „Erst nach Überschreitung dieser Frist greift das norwegische Pendant der 116117. Und das, obwohl Norwegen pro Kopf über mehr Ärztinnen und Ärzte verfügt als Deutschland“, machte von Stillfried deutlich.

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