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RKI-Forschungsprojekt zur Impfbereitschaft

Warum wir uns impfen lassen – und wann wir zögern

sth
Gesellschaft
Die Menschen in Deutschland sind mehrheitlich bereit, sich impfen zu lassen, viele überschätzen jedoch das Auftreten von Nebenwirkungen. Das zeigen erste Ergebisse des RKI-Forschungsprojekts IMPRESS.

„Warum wir uns impfen lassen lassen und wann wir zögern“ – So lauten die beiden Fragen im Zentrum der fortlaufenden Studie „Impfverhalten verstehen, Preparedness steigern“ (IMPRESS) des Robert Koch-Instituts (RKI). Der Befragung liegt das sogenannte 7C-Modell zugrunde. Es beschreibt sieben Gründe, die erklären, warum Menschen sich (nicht) impfen lassen.

Vertrauen in Vakzine ist mehrheitlich vorhanden

Nach ihrem Vertrauen in die Sicherheit und Wirksamkeit von Impfungen sowie in die Gesundheitsbehörden und die Gesundheitsfachkräfte, die Impfstoffe empfehlen und entwickeln, gefragt, antworteten 6 von 10 Personen, dass sie ein höheres Vertrauen in die Zulassung von Impfstoffen durch die Behörden haben. „Nebenwirkungen nach Impfungen treten laut 5 von 10 Befragten selten auf und sind nicht schwerwiegend“, fand das RKI zudem heraus.

Weniger als 1 von 10 Personen gab laut der Befragung an, Impfungen nicht zu benötigen. Für 7 von 10 Personen sei der Schutz vor einem schlimmen Krankheitsverlauf ein Grund für die Impfung.

Rücksicht auf andere motiviert viele zur Impfung

Mehr als 6 von 10 Teilnehmenden entscheiden sich laut IMPRESS für eine Impfung, um auch andere Menschen zu schützen. Der Schutz besonders gefährdeter Personen spielt bei der Entscheidung für die eigene Impfung ebenfalls bei mehr von 6 von 10 Personen eine Rolle. „Etwa 8 von 10 Befragten verstehen Impfungen als gemeinschaftliche Verantwortung zur Eindämmung von Krankheiten“, teilte das RKI mit.

„Der Glaube an giftige Inhaltsstoffe findet kaum Zustimmung“

Das 7C-Modell fragt auch nach den Einstellungen zu Verschwörungstheorien und Falschinformationen im Zusammenhang mit Impfungen. Hier stimmten laut der Studie etwa 2 von 10 Befragten der Aussage (eher) zu, dass Gesundheitsbehörden den Vorgaben der Pharmakonzerne folgen. „Der Glaube an giftige Inhaltsstoffe findet kaum Zustimmung: Weniger als eine Person stimmt dieser Annahme zu, rund 2 von 10 zeigen teilweise Zustimmung“, so das RKI.

Auch die Auffassung, Impfungen seien schlimmer als die Krankheiten, vor denen sie schützen, werde nur selten geteilt: „Dem stimmte weniger als eine Person vollständig zu, während etwa 2 von 10 teilweise zustimmten.“

Im Rahmen von IMPRESS untersucht das RKI die Hinter­gründe von Impfent­scheidungen. Die Daten­erhebung erfolgt über das RKI-Panel „Gesundheit in Deutschland“. Einstellungen zum Impfen werden jeden Herbst über eine Online-Befragung erhoben. Die aktuellen Ergebnisse beruhen auf den Aussagen von 5.450 Deutschen über 18 Jahre.

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