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Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums

Was wirklich dabei hilft, mit dem Rauchen aufzuhören

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Medizin
Welche Faktoren sind maßgeblich dafür, dass Menschen erfolgreich mit dem Rauschen aufhören? Forschende aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) sind in einer großen internationalen Studie auf interessante Antworten gestoßen.

Anhand von Daten aus den Global Adult Tobacco Surveys zwischen 2011 und 2021 und WHO-Berichten aus 29 Ländern in 5 Kontinenten analysierten die Forschenden die Determinanten des Aufhörverhaltens bei n=51.196 Raucherinnen und Rauchern. Ziel war, die zentralen Einflussfaktoren für Rauchstopp-Versuche und und deren Erfolg zu identifizieren.

Die Politik gibt den Anstoß

Ihre Ergebnisse belegen: Strenge Gesetze zur Tabakprävention – etwa Rauchverbote, Warnhinweise oder höhere Tabaksteuern – erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen überhaupt versuchen, mit dem Rauchen aufzuhören.

„Politische Maßnahmen schaffen den entscheidenden Anstoß“, sagt Studienleiter Titus Brinker vom DKFZ. „Länder mit umfassender Tabakkontrolle verzeichnen mehr Rauchstopp-Versuche als Länder, die weniger Tabakkontroll-Maßnahmen umgesetzt haben.“

Das Umfeld entscheidet über den Erfolg

Ob ein Rauchstopp gelingt, entscheidet sich jedoch meist im persönlichen Umfeld. Besonders wichtig ist, ob im eigenen Haushalt andere Menschen rauchen. Wer von Rauchern umgeben ist, hat deutlich geringere Chancen, dauerhaft aufzuhören.

Tabakkonsum verursacht weltweit jährlich mehr als sieben Millionen Todesfälle und gehört zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken.

Daneben spielen individuelle Faktoren wie die Stärke der Nikotinabhängigkeit eine große Rolle: Wer früh nach dem Aufwachen zur Zigarette greift, oder viel raucht, hat es schwerer, erfolgreich aufzuhören.

Die Studie zeigt den Autoren zufolge, dass erfolgreiche Tabakprävention zwei Ebenen braucht:

  1. konsequente Tabakkontroll-Maßnahmen, die zum Aufhören motivieren,

  2. sowie gezielte Unterstützung für einzelne Raucherinnen und Raucher, insbesondere Rücksichtnahme durch andere Raucherinnen und Raucher im sozialen Umfeld.

„Ein erfolgreicher Rauchstopp ist nicht nur eine Frage des Willens. Er wird stark vom sozialen Umfeld, den Lebensbedingungen und den politischen Rahmenbedingungen ihres Heimatlandes beeinflusst“, resümiert Erstautor Christoph Wies vom DKFZ.

Fazit der Autoren: Ob Menschen versuchen, mit dem Rauchen aufzuhören, hängt stark von den gesundheitspolitischen Maßnahmen in ihrem Land ab – ob sie dabei erfolgreich sind, vor allem von ihrem persönlichen Umfeld und Verhalten.

Die Ergebnisse unterstreichen ihnen zufolge die Bedeutung einer umfassenden Tabakkontrollpolitik zur Förderung des Rauch-Stopps. Dabei müssten entsprechende Maßnahmen auch eine gezielte Unterstützung für starke Raucher und Menschen in rauchertoleranten Umgebungen bieten.

Wies C, Al Ssabbagh M, Elango V, et al., Tobacco control policies predict quit attempts, but household smoking predicts cessation success across 29 countries Tobacco Control, Published Online First: 08 May 2026. doi: 10.1136/tc-2025-059403

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