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Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

Wie weit ist die Digitalisierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes?

Prof. Dr. Torsten Eymann stellte dabei die ersten Ergebnisse einer Untersuchung über den Ist-Zustand der Digitalisierung der Gesundheitsämter in ganz Deutschland vor. BMG/Screenshot zm
Politik
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Spätestens die COVID-19 Pandemie hat gezeigt, wie wichtig der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) mit seinen rund 375 Gesundheitsämtern für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung ist. Jetzt erfolgte eine Bestandsaufnahme zu dessen Digitalisierung.

Zur Stärkung des ÖGD stellen Bund und Länder im Rahmen des „Paktes für den Öffentlichen Gesundheitsdienst” vier Milliarden Euro für die personelle Aufstockung, Modernisierung und Vernetzung des ÖGD bereit. Hierbei wird auch der digitale Ausbau des ÖGD mit 800 Millionen Euro gefördert. Das Fraunhofer FIT hat für dieses Programm ein Reifegradmodell für den ÖGD entwickelt.

Dieses Instrument aus der Wirtschaftsinformatik soll den Gesundheitsämtern die Messung ihres digitalen Ist-Zustandes und das Ableiten von Maßnahmen zur Verbesserung ihres Digitalisierungsstandes ermöglichen. Die regelmäßige Messung des Digitalisierungsstandes sei eine Voraussetzung zur Nutzung von Fördermitteln aus dem ÖGD-Pakt, hieß es am 15. Dezember 2022 bei einem Livestream aus dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) zur Digitalisierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes.

Ein Klick auf das Bild führt zur Videoaufzeichnung der Veranstaltung

Das Reifegradmodell wurde auf der Basis bestehender Forschung und von Interviews mit rund 80 Personen aus Gesundheitsämtern und weiteren Institutionen des ÖGD entwickelt. Die hohe Anzahl an eingebundenen Personen aus der Praxis stelle sicher, heißt es, „dass die spezifischen Strukturen und Herausforderungen in der täglichen Arbeit im ÖGD sinnvoll berücksichtigt werden.” Bis 2026 arbeitet das Fraunhofer FIT weiter gemeinsam mit seinen wissenschaftlichen Partnern an der Begleitung der Reifegradmessung, also der Messung und Analyse der Fortschritte der Gesundheitsämter und einer Weiterentwicklung des Modells.

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