Hungerstreik

Marburger Bund solidarisiert sich mit polnischen Medizinern

mg
Gesellschaft
Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat sich mit den polnischen Ärzten solidarisch erklärt, die für bessere Arbeitsbedingungen in den Hungerstreik getreten sind - und eine Forderung an Polens Regierung formuliert.

„Die Tatsache, dass polnische Ärzte in den Hungerstreik treten müssen und ihre eigene Gesundheit gefährden, um auf ihre berechtigten Forderungen aufmerksam zu machen, zeigt eindringlich, wie schwierig ihre Situation geworden ist", wird Dr. Andreas Botzlar, 2. Vorsitzender des Marburger Bundes in einer Mitteilung zitiert. Grundvoraussetzungen für ein leistungsfähiges Gesundheitssystem seien gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten, heißt es weiter, und: „Wir fordern die polnische Regierung auf, die notwendigen finanziellen Mittel bereitzustellen, denn Gesundheitsversorgung ist ein Menschenrecht“.

Indes verschärft sich die Situation in Polen Berichten zufolge weiter. Gegen schlechte Arbeitsbedingungen wird nicht mehr nur in Warschau protestiert, sondern auch in Klinken in Krakau, Lodz, Stettin, Breslau und Danzig berichten verschiedene Medien unter Berufung auf die polnische Vereinigung der Nachwuchsärzte. Gleichzeitig hätten Mediziner in der Region um Krakau gestern als Solidaritätsbekundung die Protestaktion „Tag ohne Arzt“ durchgeführt, an dem sie ihre Arbeit auf die Behandlung von Notfällen beschränkten.

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