Aufruf

Heute ist Tag der Parodontologie!

Für den 12. Mai wurde der "Europäische Tag der Parodontologie" ausgerufen. Zahnärzte haben viele Möglichkeiten, um Patienten für das Thema zu sensibilisieren.

Das Aktionsplakat (im Hoch- und Querformat) sowie weiteres Kampagnenmaterial kann auf der Website der DG PARO heruntergeladen werden - unter: www.dgparo.de. DG Paro

Am Europäischen Tag der Parodontologie - 12. Mai 2017 - macht die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO) in der Öffentlichkeit auf die versteckte Volkskrankheit aufmerksam.

Mit einem ganzen Paket an Aufklärungsmaterial soll in der Bevölkerung das Bewusstsein dafür geschärft werden, dass Parodontitis sehr verbreitet ist, ihr vorgebeugt und sie erfolgreich behandelt werden kann, sie aber zugleich in ihrer schweren Form eine ernsthafte Bedrohung nicht nur für die Mund-, sondern auch für die Allgemeingesundheit darstellt.

Bekanntlich können die Bakterien aus der Mundhöhle über die Blutbahn in weit entfernte Regionen des Körpers gelangen und beispielsweise Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus begünstigen oder das Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems wie Herzinfarkt erhöhen.

Die DG PARO nutzt für die Aufklärungskampagne vielfältige Kanäle, wie ihre Webseite, Facebook und eine Parodontitis-Selbsttest-App. Erstmals wird auch Außenwerbung in Form von digitalen Anzeigetafeln in Berlin und Frankfurt eingesetzt.


Hintergründe zur Parodontitis

Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates, also aller Anteile, die an der Verankerung des Zahnes im Knochen beteiligt sind. Diese Verankerung aber sieht man nicht, wie bei einem Eisberg.

Eine Parodontitis beginnt immer mit einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Als Hauptauslöser sowohl der Gingivitis als auch der Parodontitis gilt der bakterielle Zahnbelag. Wird dieser nicht regelmäßig und gründlich entfernt, entsteht zunächst eine oberflächliche Gingivitis, die sich durch vermehrtes Zahnfleischbluten sowie gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch bemerkbar macht. Im Gegensatz zu Parodontitis ist Gingivitis reversibel, sprich sie lässt sich ohne großen Aufwand durch die Entfernung der Beläge und Intensivierung der eigenen täglichen Mundhygiene erfolgreich beherrschen.

Ohne Behandlung kann sich aus der Gingivitis jedoch eine Parodontitis entwickeln. Dabei wandert die Entzündung weiter in den Bereich des Kieferknochens ab und zerstört die Fasern und den Knochen, die den Zahn verankern. Zwischen Zahnwurzel und Zahnfleisch entstehen Zahnfleischtaschen. Unbehandelt kommt es zu weiterem Knochenabbau, infolgedessen die Zähne ihren Halt verlieren, sich lockern und letztlich ausfallen können.

Quelle: DG Paro

  • auf Veränderungen am Zahnfleisch und versteckte Warnsignale achten
  • mithilfe der „Selbsttest Parodontitis“ App die Erkrankungswahrscheinlichkeit ermitteln und aktiv werden
  • besondere Sorgfalt auf die tägliche häusliche Mundhygiene verwenden
  • neben Zahnbürste auch Zahnzwischenraumbürstchen und Zahnseide verwenden
  • auch ohne Beschwerden regelmäßige zahnärztliche Kontrolluntersuchungen beziehungsweise Nachsorgetermine gewissenhaft wahrnehmen
  • alle zwei Jahre im Rahmen der „Früherkennungsuntersuchung des Zahnfleischs“ den PSI erheben lassen, um den Gesundheitszustand des Zahnhalteapparates zu kontrollieren
  • gesundheitsbewusst leben, sprich auf das Rauchen verzichten, sich ausgewogen und abwechslungsreich ernähren, für ausreichend Bewegung sorgen und psychischen Stress vermeiden
  • Anlässlich des Europäischen Tages der Parodontologie lädt die Charité – Universitätsmedizin Berlin zu einer offenen Sprechstunde ein. Patienten und Interessierte können sich zu Erkrankungen des Zahnhalteapparates beraten und untersuchen lassen. Darüber hinaus erhalten sie Informationen zu wirksamen Präventionsmöglichkeiten und neuartigen Therapien. Die offene Sprechstunde findet am Freitag, den 12. Mai von 12.00 bis 16.00 Uhr in der Zahnklinik der Charité, Abteilung für Parodontologie und Synoptische Zahnmedizin, Aßmannshauser Straße 4-6 in 14197 Berlin statt.

Quelle: DG Paro/ Charité Berlin

  • Der Zahnarzt kann mit einer „Früherkennungsuntersuchung des Zahnfleisch“ den Gesundheitszustand des Zahnhalteapparates überprüfen. Bei dieser Untersuchung wird der Parodontale Screening Index (PSI) erhoben. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten und ist kaum spürbar. Mithilfe des PSI ist es möglich, bereits frühe Formen der Erkrankung zu erkennen.
  • Ergibt diese Untersuchung einen Verdacht auf eine Parodontitis, so kann durch eine umfassende Untersuchung die endgültige Diagnose abgeklärt werden. Das erleichtert die erfolgreiche Behandlung. Denn gerade in Frühstadien sind Erkrankungen des Zahnhalteapparates gut behandelbar. Ein deutlicher Rückgang des Zahnfleischs oder Lücken lassen sich so weitgehend vermeiden.
  • Die Kosten für die Erhebung des PSI werden alle zwei Jahre von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Quelle: DG Paro


Der Europäischen Tag der Parodontologie wurde 2014 von der European Federation of Periodontology (EFP) ins Leben gerufen. 

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