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Hilfe für Flüchtlinge mit psychischen Störungen

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat ein Kurzzeit-Hilfsprogramm für Flüchtlinge mit psychischen Störungen aufgelegt.

Die Grafik "Vom Flüchtling zum Nachbarn und Kollegen" zeigt den derzeit gängigen Ablauf des deutschen Asylverfahrens – von der Ankunft bis zur Anerkennung in drei Schritten. BMAS

1. Registrierung und Erstverteilung BMAS
2. Asylantrag BMAS
3. Anerkennung BMAS

Für das Modellprojekt wurde die evidenzbasierte Interpersonelle Therapie auf die Bedürfnisse und Probleme von Flüchtlingen ausgerichtet. Im Rahmen dieser zweimonatigen ‚Interpersonellen Integrativen Therapie für Flüchtlinge’ (IITF) wird den Ärzten zufolge der Fokus auf interpersonelle belastende Themen wie durch die Flucht bedingte schwierige Rollenwechsel, Konflikte, Verluste, Trauer und Isolation gesetzt. Zudem erhalten die Flüchtlinge durch die Arbeit mit Therapeuten, Sozialarbeitern und Ergotherapeuten intensive multidisziplinäre Unterstützung bei der Integration.


Der Asylprozess

Im Anschluss wird der Antrag auf Asyl beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gestellt. Für Personen mit guter Bleibeperspektive sollen bereits frühzeitig erste Integrationsmaßnahmen beginnen.

  • Zuständig: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Antrag) und Bundesländer/Kommunen (Leistungen, Titel)
  • Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)
  • Arbeitsmarktzugang nach drei Monaten Aufenthalt mit BA-Zustimmung möglich (zustimmungsfrei sind Berufsausbildungen und Beschäftigungen, die Voraussetzungen für eine Blaue Karte EU erfüllen)
  • Sprachkurse für Gestattete mit guter Bleibeperspektive im Rahmen verfügbarer Plätze (auch in Erstaufnahmeeinrichtung möglich)
  • Vermittlungsunterstützende Leistungen über "Early Intervention"


Nach der Asylgestattung erhalten Flüchtlinge alle Rechte und Pflichten von in Deutschland lebenden. Ziel ist durch Sprachförderung und aktive Arbeitsmarktpolitik eine schnelle Arbeitsmarktintegration sicherzustellen.

  • zuständig: Jobcenter & örtliche Ausländerbehörde
  • Aktive und passive Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II)
  • Voller Arbeitsmarktzugang
  • Integrationskurs inklusive Sprachkurs
  • Bei Ablehnung: Vollziehbare Ausreisepflicht wenn keine Duldung (Abschiebehindernis wie Krankheit, fehlende Papiere)


Bestehen die psychischen Probleme nach der zweimonatigen Hilfe weiter, sollen die Patienten an entsprechende Kooperationseinrichtungen vermittelt werden. Sind die Traumatisierungen so stark ausgeprägt, dass die Patienten sich nicht auf die IITF einlassen können, werden sie direkt an Einrichtungen vermittelt, die spezifische Traumatherapien durchführen.

Traumabehandlung - zuerst an der Charité

In der ersten Phase wird das Hilfsprogramm in Berlin im November an der Psychologischen Hochschule Berlin, an der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwigs Krankenhaus und der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Campus Charité Mitte, Universitätsmedizin Berlin, implementiert.

Psychologische und ärztliche Kollegen sowie Sozialarbeiter und Ergotherapeuten haben bereits ihre größtenteils ehrenamtliche Mitarbeit zugesagt. Auch die Psychotherapeuten in Ausbildung, die an der Psychologischen Hochschule Berlin studieren, engagieren sich ehrenamtlich im Hilfsprojekt. Um eine hohe Qualität zu gewährleisten, unterstützen Dolmetscher Diagnostik und Therapie. Sollte das Hilfsprogramm greifen, könnte es flächendeckend in Berlin und ganz Deutschland implementiert werden.

Das Projekt soll den Ärzten zufolge Flüchtlingen helfen, Zugangsbarrieren zur neuen Arbeits- und Sozialwelt aus dem Weg zu räumen und dadurch zu einer Willkommenskultur beitragen.

Überall im Land helfen Zahnärzte den ankommenden Flüchtlingen, vielfach ehrenamtlich. Doch wie kommuniziert man mit den Patienten, wie wird abgerechnet? Hier finden Sie Tipps für die Praxis.

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