Technikleitmesse CES

Was können "digitale Therapeutika"?

Auf einer der größten Elektronikfachmessen, der CES in den USA, steht 2019 erstmals "Digital Healthcare" im Fokus. Zum Begleitprogramm gehören Patientenfernüberwachung, virtuelle Pflege - und von der US-Behörde FDA genehmigte Apps zur Behandlung chronischer Krankheiten.

Einer der Schwerpunkte der weltgrößten Technikmesse CES 2019: Digitale Lösungen für das Gesundheitswesen ("Digital Healthcare"). CES/CTA

In einer Mitteilung des Messeausrichters Consumer Technology Association (CTA) heißt es, auf der CES könne man "das gesamte digitale Gesundheitsökosystem aus KI (künstlicher Intelligenz), digitalen Therapeutika und 'Predictive Analytics' kennenlernen". Die Branchenausstellung wurde am Dienstag eröffnet, dauert bis Freitag und findet in Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada statt. Am 10. Januar wird es im Rahmen der CES eine Konferenz zu sogenannten "disruptiven Innovationen" im Gesundheitswesen geben. Dort lassen sich auch Continuing Medical Education (CME)-Punkte verdienen, teilte der Veranstalter zudem mit.

Begleitprogramm für Heilberufler

Das Begleitprogramm wendet sich an Ärzte und medizinisches Fachpersonal. Der Mitteilung zufolge soll es ihnen helfen zu verstehen, wie digitale Therapeutika die Patientenversorgung unterstützen können. Zu erleben seien "Hunderte von medizinischen Apps und Produkten". Dazu gehören Applikationen, die zur Behandlung chronischer Krankheiten gedacht sind und von der Food and Drug Administration (FDA, US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel) genehmigt wurden.

Hintergrund: Digitale Therapeutika

 

Dem Veranstalter zufolge wird die Nachfrage nach Software, die bei chronischen Krankheiten hilft, drastisch wachsen, da Patienten mit Gesundheitsproblemen von den Fortschritten der Technologie profitieren könnten. Zu dieser neuen Kategorie von Apps gehörten etwa digitale Therapeutika. Damit könne man langfristig bessere Gesundheitsergebnisse erzielen, indem diese das Patientenverhalten modifizieren, weil sie eine Fernüberwachung bieten. So können diese Apps beispielsweise Patienten helfen, ihren Blutdruck zu senken, die Abhängigkeit von Opioiden bei chronischen Schmerzen reduzieren und Diabetikern helfen, ihren Blutzucker zu überwachen.

Laut Grand View Research Inc. wird der weltweite Markt für digitale Therapeutika voraussichtlich von 1,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016 auf 9,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 ansteigen. Anbietern zufolge liegt der Vorteil digitaler Therapeutika darin, die von einem Arzt verordnete Therapie genauer einzuhalten. Durch diese Technologie werde die Gesundheit eines Menschen ähnlich wie durch ein Medikament verbessert, jedoch ohne deren Kosten und Nebenwirkungen. Sie können in Kombination mit Medikamenten oder anstelle von ihnen verwendet werden und umfassen alles von der App bis zur erweiterten virtuellen Realität ("virtual reality").

Ein Patient mit Demenz könne beispielsweise von einem Spaziergang durch die virtuelle Realität im Park profitieren. Der Messeausrichter zitiert Dr. Michael Hodgkins, Chief Medical Officer der American Medical Association, damit, dass diese Technologie "Ärzten dabei helfen kann, Patienten 'in der Wildnis' zu erreichen, da Büroräume nur eine kurze Momentaufnahme bieten". Bei Hypertonie zum Beispiel seien die Erfolgsraten bei der Kontrolle des Blutdrucks durch traditionelle Ansätze zu niedrig. "Die Herausforderung besteht darin, das richtige Gleichgewicht zwischen dem Einsatz dieser Technologien und der von den Ärzten und ihrem Gesundheitsteam erwarteten Pflege zu finden", so Hodgkins weiter.

 

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