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"Wir müssen und wollen helfen"

In Hessen haben sich die Heilberufe zusammengeschlossen, um Flüchtlinge medizinisch zu behandeln. Das Engagement in den Kammern ist groß, jedoch sind noch einige Hürden zu überwinden.

Hessische Heilberufskörperschaften unterstützen Mitglieder bei der Behandlung von Flüchtlingen. picture alliance-dpa

Das Bündnis "helfen und heilen" - bestehend aus Landesärztekammer, Landeszahnärztekammer, Kassenärztlicher Vereinigung, Kassenzahnärztlicher Vereinigung, Landesapothekerkammer, Landeskammer für Psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten und  Landestierärztekammer in Hessen - engagiert sich bei der medizinischen Betreuung und Versorgung von Flüchtlingen.

„Nach wie vor ist die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung groß. Angesichts des nicht nachlassenden Zustroms von Asylbewerbern steht inzwischen allerdings die Frage im Mittelpunkt, wie die damit verbundenen Herausforderungen bewältigt werden können. Dies gilt besonders auch für die medizinische Betreuung und Versorgung der Hilfesuchenden“, sagte Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach, Präsident der Landesärztekammer Hessen.

Auf Ärzte, ärztliche und psychologische Psychotherapeuten, Zahnärzte und Apotheker käme dabei eine wichtige Aufgabe zu: "Wir müssen und wollen helfen, denn Flüchtlinge haben Anspruch auf notwendige Behandlungen und Versorgung mit Arzneimitteln“, sagte Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Die notwendige Arzneimittelversorgung sei durch die Apotheken vor Ort organisiert.

Die Herausforderungen: Bürokratie, Finanzen und Personal 

Der Abbau bürokratischer Hürden, eine gesicherte Finanzierung der therapeutischen Leistungen und eine ausreichende Zahl qualifizierter Dolmetscher seien Voraussetzungen, dass den Menschen geholfen werden könne. „Die Einführung der geplanten Gesundheitskarte in Hessen, die von Landnd Kommunen finanziert werden soll, ist ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung.

Es muss jedoch unbedingt angestrebt werden, die ärztlichen und zahnärztlichen Leistungen nicht aus dem ohnehin schon stark belasteten GKV-Topf abzuschöpfen“, stellt Dr. Michael Frank, Präsident der Landeszahnärztekammer Hessen (LZKH), fest. Durch Motivation, Beratung und Serviceangebote leisten auch die Heilberufskörperschaften selbst ihren Beitrag.

Mehr Entscheidungsgewalt für die Zahnärzte

Laut Stephan Allroggen, Vorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Hessen, stehen die hessischen Zahnärzte in Verhandlungen zum Abschluss einer Rahmenvereinbarung mit dem Städte- und Landkreistag, die es ermöglichen soll, die Therapieentscheidung im Rahmen der Akut- und Schmerzversorgung allein durch den Zahnarzt treffen zu lassen. Das solle die Flüchtlingsbehandlung erheblich erleichtern.

Um die Kommunikation zwischen Apothekern und fremdsprachigen Patienten zu unterstützen, gibt es mehrsprachige Einnahmepläne für Arzneimittel. „So können den Patienten wichtige Einnahmeinformationen zu den Arzneimitteln zugänglich gemacht werden, um Einnahmefehler zu vermeiden“ erklärt Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen.

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