GKV-Finanzergebnisse im 1. bis 3. Quartal 2019

414 Millionen Euro mehr für Zahnmedizin

Die gesetzliche Krankenversicherung hat in den ersten drei Quartalen 414 Millionen Euro mehr für zahnärztliche Behandlungen ausgegeben als im Vergleichszeitraum 2018 - inklusive Zuzahlungen für Zahnersatz.

Der Anteil der Aufwendungen für die vertragszahnärztliche Versorgung inklusive Zahnersatz betrug in den ersten drei Quartalen 2019 laut BMG 5 Prozent der Gesamtausgaben. BMG

Insgesamt schlug die Zahnmedizin in der GKV laut Bundesgesundheitsministerium mit 11,193 Milliarden Euro zu Buche, davon 8,58 Milliarden für zahnärztliche Behandlungen (+3,8 Prozent) und 2,61 Milliarden Euro (+5,5 Prozent) für Zahnersatz (inklusive Zuzahlungen).

Alles in allem stiegen die GKV-Ausgaben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,1 Prozent auf 187,9 Milliarden Euro. Die Einnahmen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei niedrigeren Zusatzbeiträgen um 3,6 Prozent auf 187,2 Milliarden Euro gestiegen.

Weitere Veränderungen im Einzelnen:

  • Die Ausgaben für Krankenhausbehandlung wuchsen im 1. bis 3. Quartal 2019 um 3,4 Prozent und damit immer noch moderat.
  • Die Arzneimittelausgaben stiegen um 5,6 Prozent. Hierbei spielen weiterhin die Entwicklungen im Bereich innovativer Arzneimittel eine zentrale Rolle. Die Krankenkassen wurden durch deutliche Zuwächse (+10,1 Prozent) bei Rabattvereinbarungen mit pharmazeutischen Unternehmern entlastet. Hohe Zuwachsraten von 15,5 Prozent gab es bei den Ausgaben für Schutzimpfungen.
  • Im Bereich der vertragsärztlichen Vergütung kletterten die Ausgaben um rund 4,2 Prozent. Hohe Steigerungsraten verursachten dabei insbesondere höhere Vergütungen bei extrabudgetären psychotherapeutischen Leistungen (+8,3 Prozent), Hochschulambulanzen (+16,7 Prozent) und spezialisierter ambulanter Palliativversorgung (+15,8 Prozent).
  • Deutlich überproportional sind vor allem die Ausgaben für Heilmittel (+12,8 Prozent). Hier gab es in allen Leistungsbereichen (Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Podologen) zweistellige Zuwachsraten. Bei Heilmitteln machen sich vor allem die vom Gesetzgeber schrittweise vorgegebenen Honorarsteigerungen bemerkbar, die zu einer wesentlichen Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Heilmittelerbringer beitragen.

Spahn: "Beitragsgelder sind aber keine Sparanlagen"

Um ihre Rücklagen abzubauen, gaben die Krankenkassen in den ersten drei Quartalen 2019 rund 741 Millionen Euro mehr aus als sie durch Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds erhalten haben. Ihre Finanzreserven beliefen sich Ende September 2019 auf rund 20,6 Milliarden Euro. Dies entspricht im Durchschnitt noch immer knapp einer Monatsausgabe und damit etwa dem Vierfachen der gesetzlich vorgesehenen Mindestreserve.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: "Durch den Abbau von Rücklagen entsteht buchungstechnisch ein unechtes Defizit. Die Krankenkassen haben weiterhin sehr hohe Reserven. Beitragsgelder sind aber keine Sparanlagen. Krankenkassen mit besonders hohen Reserven müssen deshalb ihre Rücklagen Schritt für Schritt absenken. Dadurch profitieren auch die Beitragszahler."

Die vorläufigen Finanzergebnisse des Gesamtjahres 2019 liegen laut BMG Anfang März 2020, die endgültigen Mitte Juni 2020 vor.

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