Präventionsangebot für benachteiligte Menschen

46 Millionen Euro für kommunale Projekte

Die GKV hat ein neues Projekt gestartet. In den kommenden vier Jahren werden kommunale Projekte zur Gesundheitsförderung für sozial und gesundheitlich benachteiligte Menschen mit 46 Millionen Euro gefördert.

Im ersten Teil des Programms ging es um den Aufbau von gesundheitsförderlichen Strukturen in sozial benachteiligten Kommunen. Das zweite neue Angebot richtet sich nun an alle Kommunen. Für beide Angebote zusammen stellt die GKV insgesamt fast 90 Millionen Euro zur Verfügung. Adobe Stock_JackF

Wie der GKV-Spitzenverband meldet, werden Maßnahmen vor allem für Alleinerziehende, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderungen, Ältere sowie Kinder und Jugendliche aus sucht- und psychisch belasteten Familien gefördert.

GKV-Bündnis für Gesundheit

Das GKV-Bündnis für Gesundheit ist eine gemeinsame Initiative der gesetzlichen Krankenkassen zur Weiterentwicklung und Umsetzung von Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten. Das Bündnis fördert dabei unter anderem den Strukturaufbau und Vernetzungsprozesse, die Entwicklung und Erprobung gesundheitsfördernder Konzepte, insbesondere für sozial und gesundheitlich benachteiligte Zielgruppen, sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung und wissenschaftlichen Evaluation.

Der GKV-Spitzenverband hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung damit beauftragt, die Aufgaben des GKV-Bündnisses für Gesundheit mit Mitteln der Krankenkassen umzusetzen.

Das Vorhaben ist Teil des Förderprogramms des "GKV-Bündnisses für Gesundheit". Es ist Anfang des Jahres gestartet und wird von allen 109 gesetzlichen Krankenkassen getragen. Im ersten Teil des Programms ging es um den Aufbau von gesundheitsförderlichen Strukturen in sozial benachteiligten Kommunen. Das zweite neue Angebot richtet sich nun an alle Kommunen. Für beide Angebote zusammen stellt die GKV insgesamt fast 90 Millionen Euro zur Verfügung.

Ziel ist, gesundheitsförderliche Lebensbedingungen zu schaffen und die Gesundheitskompetenz zu stärken

Das aktuelle Angebot für Kommunen stellt auf Personengruppen ab, die oft schlechtere Gesundheitschancen als die Allgemeinbevölkerung haben und daher stärker unterstützt werden sollen. Finanziert werden Maßnahmen, die gesundheitsförderliche Lebensbedingungen für diese Zielgruppen schaffen und deren Gesundheit und Gesundheitskompetenz fördern sollen. Die Kommunen können hierbei mit lokalen Kooperationspartnern wie Sportvereinen, Beratungsstellen, Nachbarschaftseinrichtungen oder Wohlfahrtsverbänden kooperieren.

Alle Kommunen - Kreise und kreisfreie Städte - in Deutschland können einen Antrag stellen. Bei den Stadtstaaten erfolgt eine Förderung auf der Bezirksebene. Die GKV geht von 422 antragberechtigten Kommunen aus. Für die kommenden vier Jahre kann jede Kommune, die ein qualitativ hochwertiges und interessantes Konzept einreicht, bis zu 110.000 Euro für ihre Vorhaben erhalten. Allerdings setzt diese Förderung auch einen Eigenanteil der Kommune voraus, der zeitlich abgestuft bei 20 beziehungsweise 30 Prozent liegt. Zentrale Anlaufstelle ist das Programmbüro des "GKV-Bündnisses für Gesundheit" im jeweiligen Bundesland.

"Mehr Potenziale durch ein breiteres Netzwerk"

"Das "kommunale Förderprogramm: Zielgruppenspezifische Interventionen" fokussiert auf Menschen in besonderen Lebenslagen, wie Alleinerziehende Menschen mit Migrationshintergrund Menschen mit Behinderungen und Einschränkungen sowie Kinder und Jugendliche. Derzeit ist mir allerdings nicht bekannt, ob und wie Zahnärztliche Dienste im Öffentlichen Gesundheitsdienst von diesen Präventionsgeldern, noch von den Mitteln im Rahmen des "GKV Bündnis für Gesundheit" profitieren (können). Dies auch deswegen, weil es um Gelder gemäß § 20a SGB V (Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten) geht, die den Zahnärztlichen Diensten klassisch nicht zugeordnet werden, da hier in der Regel der § 21 SGB V einschlägig ist.

Dem Bundesverband der Zahnärztinnen und Zahnärzte des ÖGD wäre wichtig, dass sich im Rahmen der künftigen präventiven Schwerpunktsetzung alle verantwortlichen Akteure in die Umsetzung eines Schwerpunktes einbringen können und gemeinsam überlegen, welche konkreten Beiträge der Akteure aus fachlicher Sicht besonders erfolgversprechend sind.

So liegen zum Beispiel nationale Aktionspläne und Strategien zur Reduktion von Zucker (Fette und Salze) vor, die die zahnmedizinische Expertise eher zurückhaltend berücksichtigen, obgleich keine andere Berufsgruppe mehr verstehbare und umsetzbare Handlungsempfehlungen zur Reduktion niedermolekularer Zucker an die Zielgruppe der Kinder, Jugendlichen, Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrerinnen und Lehrer heranträgt, als die in der zahnmedizinischen Gruppenprophylaxe tätigen Zahnärztinnen und Zahnärzte im Verbund mit dem Prophylaxepersonal. Durch ein breiteres Netzwerk können für die Kommunen im Sinne einer konzertierten und konzentrierten Aktion unausgeschöpfte präventive Potentiale und Synergieeffekte gehoben werden."

Dr. Michael Schäfer, 1.Vorsitzender des Bundesverbandes der Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BZÖG)

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