Politik

"Das Heft selbst in die Hand nehmen"

Zahnmediziner und die sie vertretenden Körperschaften Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) müssen auch weiterhin eigene Qualitätsstandards erarbeiten - sonst tun es andere.

"Wenn wir es nicht machen, übernehmen es die andern." KZBV-Chef Dr.Jürgen Federwitz. KZBV

Auf einer Tagung der KZBV am 11.April zum Thema Qualitätsmanagement in der Zahnmedizin in Frankfurt wurde hervorgehoben, dass der Berufsstand berufsintern bereits viele Maßnahmen unternommen hat, um eine hochqualifizierte zahnmedizinische Versorgung sicherzustellen. "Da brauchen wir uns nicht zu verstecken“, sagte der KZBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Jürgen Fedderwitz. In einigen Bereichen wie etwa der Prävention seien Zahnärzte sogar Vorbild.

Im Spannungsfeld gesundheitspolitischer Rahmenbedingungen

Fedderwitz führte aus, dass die gesamte Medizin wie nie in einem Spannungsfeld zwischen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen, gestiegenen Patientenerwartungen an Behandlungserfolge sowie allgemeinen Forderungen der Öffentlichkeit nach größtmöglicher Transparenz medizinischer Leistungen stehe. Hier sei es gut, wenn die Zahnärzteschaft geschlossen das Heft selbst in die Hand nehme.

Der Gesetzgeber habe neben allen anderen medizinischen Leistungserbringern auch den Zahnärzten eine ganze Reihe von weiteren Aufgaben im Bereich Qualitätssicherung auferlegt, machten die Referenten der Tagung deutlich.

Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses

Über den Gemeinsamen Bundesausschuss als höchstem Entscheidungsgremium im deutschen Gesundheitswesen würden die gesundheitspolitischen Anforderungen etwa in Form von Richtlinien auch an die Zahnärzte weitergegeben. Auf sie komme angesichts der Rahmenbedingungen verstärkt die Aufgabe zu, im Bereich Qualitätssicherung weiter aktiv zu bleiben.