Folgen der Bürgerversicherung

Simulation: Das passiert bei einheitlichen Gebührenordnungen

Die Einführung einer Bürgerversicherung hätte massive Auswirkungen auf die Ärzte- und Zahnärztehonorare. Das Institut für Mikrodaten-Analyse (IfMDA) in Kiel hat die zu erwartenden Umverteilungen quantifiziert.

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Die Nivellierung der ambulanten Gebührenordnungen bzw. die Einführung einheitlicher Gebührenordnungen beschäftigt derzeit die potenziellen Koalitionspartner. Unklarheiten gibt es über das Ausmaß der finanziellen Umverteilungswirkungen, die einerseits in der GKV und andererseits in PKV, Beihilfe und bei Selbstzahlern durch eine Nivellierung ausgelöst werden.

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Das IfMDA hat auf Grundlage der Gesundheitsausgabenrechnung des Statistischen Bundesamts für das Berichtsjahr 2015 - aktuelle Daten liegen nicht vor - die zu erwartenden Umverteilungen quantifiziert. Durch eine Nivellierung der ambulanten Gebührenordnungen ergeben sich demnach folgende Umverteilungen:

GKV
[Mrd. €]
PKV, Beihilfe
[Mrd. €]
Selbstzahler
[Mrd. €]
Haus- und FachärzteEBM: +4,711GOÄ: -4,457GOÄ: -0,254
ZahnärzteBEMA: +3,739GOZ: -3,059GOZ: -0,680
Summe+8,450-7,516-0,934

Quelle: Umverteilungen im Gesundheitssystem durch Nivellierung/Vereinheitlichung ambulanter Gebührenordnungen [2015]; Eigene Darstellung und Simulation laut IfMDA; Gesundheitsausgabenrechnung des Statistischen Bundesamts.

Die Schlussfolgerung des IfMDA: "Für GKV-Versicherte bedeutet die Vereinheitlichung der ambulanten Gebührenordnungen Mehrkosten von circa 8,450 Milliarden Euro. Diese müssten dann über eine Erhöhung des GKV-Beitragssatzes refinanziert werden: Der GKV-Beitragssatz müsste um 0,6 Prozentpunkte angehoben werden.

Für PKV und Beihilfe würde die Vereinheitlichung der ambulanten Gebührenordnungen zu Einsparungen von rund 7,516 Milliarden Euro führen. Selbstzahler könnten knapp eine Milliarde Euro sparen."

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