Statement der KZBV zum Barmer-Zahngesundheitsatlas

"Statistische Auffälligkeiten und regionale Unterschiede sind normal!"

"Statistische Auffälligkeiten sowie regionale Unterschiede bei der Inanspruchnahme von zahnmedizinischen Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung sowie auch von Privatleistungen sind angesichts der komplexen Versorgung in Deutschland normal und erwartbar", kommentierte die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) den heute veröffentlichten Zahngesundheitsatlas der Barmer.

Die regionalen Daten zeigen laut KZBV mittelfristig in fast allen KZVen eine gleichgerichtete positive Entwicklung, insbesondere den Rückgang bei Zahnfüllungen und -extraktionen. Adobe Stock_ jpgon

Die von der Barmer ausgewiesenen regionalen Daten deckten sich mit den Erkenntnissen der KZBV über regionale Unterschiede im Abrechnungsverhalten sowohl im Ost-West-Vergleich als auch im Vergleich Stadt/Land.

Traditionell höheres Präventionsverhalten im Osten

Dabei liegt die von der Barmer dargestellte höhere Inanspruchnahmequote bei den zahnärztlichen Leistungen im Osten aus Sicht der KZBV auch am traditionell höheren Präventionsverhalten dort. Im Westen sei dagegen in den südlichen Bundesländern eine höhere Kontrollorientierung zu beobachten.

Die regionalen Daten zeigten mittelfristig jedoch in fast allen KZVen eine gleichgerichtete Entwicklung bei den zentralen zahnmedizinischen Versorgungen, besonders einen Rückgang bei Zahnfüllungen und -extraktionen.

Insgesamt ein Rückgang bei Zahnfüllungen und -extraktionen

Der Berufsstand selbst fühle bereits seit vielen Jahren mit den Deutschen Mundgesundheitsstudien der Bevölkerung regelmäßig „auf den Zahn“. Die Vertragszahnärzteschaft begrüße aber grundsätzlich alle zusätzlichen Bemühungen, weitere Transparenz in das Versorgungsgeschehen zu bringen, um Verbesserungemöglichkeiten für die Mundgesundheit der Patienten aufzuzeigen.

Fakten zur Zahngesundheit

"Deutschland ist in Sachen Mundgesundheit damit schon lange wiedervereinigt!"

Entwicklung der Mundgesundheit in Ost und West

Die Mundgesundheit von Kindern und jüngeren Erwachsenen in Ost- und Westdeutschland hat sich laut KZBV in den vergangenen 25 Jahren kontinuierlich verbessert und angeglichen: "Deutschland ist in Sachen Mundgesundheit damit schon lange wiedervereinigt."

Die Daten zu Kariesfreiheit und Karieserfahrung bei Kindern unterscheiden sich in den alten und neuen Ländern demzufolge nur noch geringfügig. Dies sei ein starker Beleg dafür, wie ein auf Früherkennung sowie Gruppen- und Individualprophylaxe ausgerichtetes Gesundheitssystem dazu beiträgt, die Gesundheit nachhaltig zu verbessern. Denn auch bei Erwachsenen zeige sich eine klare Angleichung bei der verminderten Karieserfahrung und bei der sinkenden Zahl fehlender Zähne. Auch das Bild bei der zahnprothetischen Versorgung ist der KZBV zufolge annähernd gleich: "Diese Ergebnisse sind eine Bestätigung für alle Zahnärztinnen und Zahnärzte, zeigen sie doch, dass sie ihren Job gut gemacht haben."

Erhöhung der Festzuschüsse bei Zahnersatz

Die KZBV weist in dem Zusammenhang auch darauf hin, dass die Festzuschüsse zum 1. Oktober 2020 von derzeit 50 Prozent auf dann 60 Prozent erhöht werden. Diese Neuregelungen im Bereich Zahnersatz entlasten demnach Millionen von Patienten finanziell und erleichtern zugleich die Versorgung mit Zahnersatz in vertragszahnärztlichen Praxen.

Mehrkostenregelung bei kieferorthopädischen Leistungen

Die mit dem TSVG eigenführte Mehrkostenregelung bei kieferorthopädischen Leistungen analog der bewährten Mehrkostenregelung bei zahnerhaltenden Maßnahmen stärke die Autonomie der Versicherten und mache KFO-Behandlungen insgesamt nachvollziehbarer und transparenter.

Insgesamt lasse sich zur Mundgesundheit in Deutschland mit ihren regionalen Unterschieden und Besonderheiten festhalten, dass die vor Jahren initiierte Umorientierung hin zur präventionsorientierten zahnmedizinischen Versorgung herausragende Erfolge erzielt hat, bilanziert die KZBV: "Die Daten der DMS V belegen, dass die Mundgesundheit so gut wie nie und auch im internationalen Vergleich Spitzenklasse ist!"

Für die bundesweite Hochrechnung hatte die Barmer die in ihrem Atlas veröffentlichten Daten anhand der Alters - und Geschlechtsstruktur standardisiert.

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