Politik

Wie man die Mundgesundheit aller verbessert

Am 19. März startete das Forum Zahn- und Mundgesundheit Deutschland mit einem Parlamentarischen Abend in die neue Legislaturperiode. Rund 50 Vertreter aus Politik, Fachverbänden, Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten, wie die Zahn- und Mundgesundheit aller Menschen in Deutschland verbessert werden kann.

Jens Christmann vom Wrigley Oral Healthcare Program, Gründungsmitglied des Forums, Jens Spahn (MdB CDU), Schirmherr des Forums, Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vorsitzender des Forums und BZÄK-Vizepräsident, Prof. Dr. Stefan Zimmer, Universität Witten/Herdecke, Gründungsmitglied des Forums, Dr. Thomas Nahde von GlaxoSmithKline Consumer Healthcare, Gründungsmitglied des Forums, Dirk Heidenblut (MdB SPD, Schirmherr des Forums BZÄK

Denn auch wenn Deutschland im europäischen Vergleich relativ gut dasteht, seien hierzulande noch immer unnötig viele Menschen von oralen Krankheiten betroffen. Besonders gravierend sei die schlechte Zahn- und Mundgesundheit bei Risikogruppen wie ökonomisch Schwachen, Migranten, Senioren und Menschen mit Behinderung.

Ein lebenslanger Präventionsansatz

„Wir müssen gemeinsam die wachsenden Herausforderungen in der Zahn- und Mundgesundheit annehmen und an einem ganzheitlichen, fachübergreifenden und lebenslangen Präventionsansatz arbeiten - vom Milchgebiss bis ins hohe Alter“, sagte Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vorsitzender des Forums und Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, in seiner Rede. „Deutschland sollte eine Vorreiterrolle bei der Verbesserung oraler Krankheiten einnehmen, aber bis dahin ist es noch ein langer Weg.“

Die Ursache kann auch die Folge sein

Prof. Dr. Bärbel Kahl-Nieke, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), erklärte: „Studien zeigen, dass Ursachen auch Folgen sein können. So gilt zum Beispiel ein Zusammenhang zwischen Parodontitis und Diabetes als belegt. Deshalb muss sich eine wirksame Prävention auf die Überschneidungen von Zahn- und Humanmedizin fokussieren. Nur gemeinsam lassen sich die Rahmenbedingungen schaffen, um die Zahn- und Mundgesundheit aller Menschen in Deutschland nachhaltig zu verbessern.“

Auch ein Kampf gegen soziale Ungleichheit

„Mit unserem Engagement übertragen wir die Ziele der Better Oral Health European Platform auf Deutschland und passen die Aktivitäten den Erfordernissen hierzulande an“, erläuterte Prof. Dr. Stefan Zimmer, Gründungsmitglied des Forums und Leiter des Lehrstuhls für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin an der Universität Witten/Herdecke. „Ein wesentliches Anliegen ist die Bekämpfung der ungleichen Verteilung von Erkrankungen der Mundhöhle in Europa - nicht nur zwischen den Staaten, sondern vor allem auch innerstaatlich als Folge sozialer Ungleichheiten."

Das Forum Zahn- und Mundgesundheit Deutschland wurde 2012 unter Beteiligung von Wissenschaft, Fachverbänden, Politik und Wirtschaft gegründet. Ziel der Initiative ist die Zahn- und Mundgesundheit aller in Deutschland lebenden Menschen zu verbessern. Unterstützt wird das Forum von GlaxoSmithKline Consumer Healthcare (GSK) und dem Wrigley Oral Healthcare Program.