Umfrage des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte

Die meisten angestellten Zahnärzte wollen sich später niederlassen

Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) haben angestellte Zahnärzte nach ihren beruflichen Zielen befragt: Fast 60 Prozent der Befragten planen demnach mit absoluter Sicherheit oder mit großer Wahrscheinlichkeit den Weg in die Selbstständigkeit.

Die Berufsausübungsgemeinschaft steht für Zahnärzte mit dem Wunsch zur Niederlassung auf Platz eins, die Einzelpraxis auf Platz zwei, gefolgt von der Praxisgemeinschaft. Adobe Stock_CandyBox Images

Der FVDZ hatte online zu der Umfrage aufgerufen und sich darüber hinaus gezielt in einem Mailing an 1.663 Angestellte gewandt. Insgesamt 256 Zahnärzte antworteten: zwei Drittel Frauen, ein Drittel Männer. Die meisten in der Altersgruppe zwischen 20 und 40 Jahren.

Angestellt in einer Praxis sind gut 85 Prozent der Befragten, zwölf Prozent arbeiten in Medizinischen Versorgungszentren (MVZ), der Rest in Krankenhäusern in öffentlicher Trägerschaft. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) gab an, dass sie als Allgemeinzahnärzte tätig sind, 34 Prozent arbeiten als Assistenzzahnärzte und in Weiterbildung sind fünf Prozent.

Alles in allem arbeiten 45 Prozent der Teilnehmer in einer Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern, 25 Prozent in einer Mittelstadt mit 20.000 bis 100.000 Einwohnern, rund 20 Prozent in einer Kleinstadt und nur rund elf Prozent auf dem Land.

"Viele junge Zahnärzte möchten die Vorteile einer Sozietät nutzen. Dies spricht für eine risikobewusste Vorgehensweise und drückt zudem den Wunsch nach mehr Flexibilität im Arbeitsalltag und nach Vereinbarkeit von Beruf und Familie aus."

FVDZ-Geschäftsführer Heinrich Bolz

Die Ergebnisse: Insgesamt 58 Prozent sagten, dass sie sich mit absoluter Sicherheit oder mit großer Wahrscheinlichkeit selbstständig machen wollen. Ein Fünftel (21 Prozent) hat sich noch nicht entschieden. Nur 4,4 Prozent lehnen eine selbstständige Tätigkeit für sich definitiv ab. Von 146 Antworten sprachen sich nur 1,4 Prozent für die Tätigkeit in einem MVZ aus aus.

Der Wille zur Niederlassung sei bei den Zahnärzten damit größer als bei den Medizinern, folgert der FVDZ mit Verweis auf die Ärztestatistik der Bundesärztekammer, derzufolge sich mehr Ärzte für eine Festanstellung im ambulanten Bereich als für die Selbstständigkeit entscheiden.

Der Traum von der BAG

Die Befragten, die sich niederlassen wollen, träumen laut Umfrage entweder von einer Einzelpraxis (35 Prozent), einer Berufsausübungsgemeinschaft (39 Prozent) oder einer Praxisgemeinschaft (rund 24 Prozent).

"Niedergelassene, freiberufliche Selbstständigkeit ist möglich, auch unter den heutigen Bedingungen, wenn man sich zusammenschließt und sich synergetische und andere betriebswirtschaftliche Vorteile zu nutzen macht. Wir wünschen uns von der Politik, dass die Förderung der Selbstständigkeit und der Niederlassung und der Freiberuflichkeit nicht nur ein Lippenbekenntnis bleibt, sondern dass die Wettbewerbsverzerrungen, die es im Moment in Zusammenhang mit den MVZ gibt, aufgehoben werden."

 FVDZ-Bundesvorsitzender Harald Schrader

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