Vita Zahnfabrik zu Titandioxid

Keine Produkte mit ungebundem TiO2 mehr im Verkauf

Der Fall einer krebserkrankten Zahnärztin, die gegen Vita-Zahnfabrik klagt, schürt die Diskussion um Titandioxid. Heute verzichtet der Hersteller auf den Inhaltsstoff wie auch auf lose Nanopartikel.

Seit knapp einem Jahr bietet Vita Zahnfabrik – so wie mittlerweile auch andere Hersteller – Titandioxid-freies Cerec-Mattierungsspray an. Der Verkauf der Titandioxid-haltigen Variante, die aktuell Gegenstand einer Gerichtsverhandlung ist, wurde 2018 gestoppt und bereits verkaufte Exemplare über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zurückgerufen. Vita Zahnfabrik

zm: Wann erfolgte die Umstellung auf Cerec-Pulver/Spray, das frei von Titandioxid (TiO2) ist?

ViITA: VITA vertreibt seit dem 1. Februar 2019 als eines der ersten Unternehmen ein titandioxid-freies Powder Scan Spray. Vorausgegangen waren mehrmonatige Entwicklungsarbeiten des Herstellers.

Sind in den TioO2-freien VITA-Produkten lose Nanopartikel enthalten, die bei sachgemäßem Gebrauch eingeatmet werden könnten? Wenn ja, um welche Inhaltsstoffe handelt es sich und in welcher Partikelgröße sind sie enthalten?

Bei der Anwendung wird ein Mattierungsmittel als Aerosol versprüht. Lose Nanopartikel sind darin nicht enthalten.

Es begann bei ihr mit chronischem Husten, 2018 folgte die Diagnose Krebs. Die Zahnärztin vermutet als Ursache das Titandioxid-haltige Cerec-Pulver, dessen Nanopartikel sie jahrelang eingeatmet hat.

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Mit Inkrafttreten der neuen EU-Medizinprodukte-Verordnung im Mai 2020 ergeben sich neue Risikoklassen für Produkte, die Nanopartikel freisetzen. Für wann plant VITA Zahnfabrik für diese Produkte das vorgesehene, strengere Konformitätsbewertungsverfahren durchzuführen? 

Dieser Punkt ist für uns nicht relevant, weil VITA keine Produkte herstellt oder vertreibt, die bei ihrer Anwendung Nanopartikel freisetzen.


Das sagen die betroffenen Hersteller

Das High-Resolution Scanning Spray von 3M ESPE wird in Dosen zu 3,75 Gramm verkauft (Schmuckbild) und enthält zwar Titandioxid, jedoch nicht in Form von Nano-, sondern Mikropartikeln. | AdobeStock_Ludmila

Auch 3M ESPE hat ein Titandioxid-haltiges Mattierungsspray im Portfolio. Es ist für die vorgesehene Anwendung sicher, sagt der Hersteller und argumentiert mit der Partikelgröße.

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Das intraorale Scanspray scan‘dry plus produziert Dentaco seit Anfang 2019 nicht mehr mit TiO2 – ein anderes schon. Dessen Partikeln seien jedoch weder "nano" noch lungengängig, sagt Geschäftsführer Andreas Huber. |  Dentaco

Der Fall einer krebserkrankten Zahnärztin, die gegen den Hersteller eines Cerec-Pulvers klagt, schürt die Diskussion um Titandioxid. Dentaco verwendet den Stoff ebenfalls. Der Geschäftsführer erklärt, warum.

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Die Definiton "Möglicherweise gefährliche Situation, die zu leichten Körperverletzungen führen könnte" gilt jedoch ausschließlich für Kleinkinder. | zm_mg

Trotz möglicher Gesundheitsgefährdungen ist Sironas Titandioxid-haltiges Cerec Optispray unverändert am Markt. Laut Hersteller erfüllt das Produkt alle gesetzlichen Vorgaben - und werde das auch in Zukunft.

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Seit knapp einem Jahr bietet Vita Zahnfabrik – so wie mittlerweile auch andere Hersteller – Titandioxid-freies Cerec-Mattierungsspray an. Der Verkauf der Titandioxid-haltigen Variante, die aktuell Gegenstand einer Gerichtsverhandlung ist, wurde 2018 gestoppt und bereits verkaufte Exemplare über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zurückgerufen. | Vita Zahnfabrik

Der Fall einer krebserkrankten Zahnärztin, die gegen Vita-Zahnfabrik klagt, schürt die Diskussion um Titandioxid. Heute verzichtet der Hersteller auf den Inhaltsstoff wie auch auf lose Nanopartikel.

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Gibt es nach wie vor VITA-Produkte, die TiO2 enthalten? Wenn ja, in welchen Konzentrationen und in welcher Partikelgröße ist TiO2 enthalten? 

Wie alle übrigen Dentalhersteller setzt VITA bei der Herstellung von Zahnersatz auch weiterhin nicht nanoskaliges Titandioxid als Weißpigment ein. Diese Anwendung ist allerdings unbedenklich, weil das Pigment dabei dauerhaft in einer Matrix aus Kunststoff oder Keramik gebunden und damit eingeschlossen ist. Weitere Titandioxid-haltige Produkte sind im VITA-Portfolio nicht enthalten.

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