Zahnmedizin

Alterszahnmediziner tagten in Zürich

Ihre 25. Jahrestagung nutzte die Schweizerische Gesellschaft für die zahnmedizinische Betreuung Behinderter und Betagter (SGZBB) erstmals zu einer Gemeinschaftstagung mit dem Berufsverband Deutscher Oralchirurgen (BDO) und der Deutschen Gesellschaft für AlterszahnMedizin (DGAZ).

Gute Idee: Diese Vorrichtung eines Ausstellers auf der Züricher Tagung ermöglicht, den Rollstuhl zu kippen, damit die Behandlung für den Patienten und das Team angenehmer verlaufen kann. D. Bleiel

Prof. Dr. Ina Nitschke, MPH, Präsidentin der DGAZ und Leiterin der Klinik für Alters- und Behindertenzahnmedizin der gastgebenden Universität Zürich sowie ihr Oberarzt Dr. Mohammad Houshmand, MSc, zeichneten für die wissenschaftliche Leitung verantwortlich und präsentierten ein Programm, das viele Schnittstellen zwischen Behinderten- und Seniorenzahnmedizin aufzeigte.

"Dies war eine Tagung, die sich eher an Zahnmediziner wandte, die sich schon intensiv mit den Problemen der Behandlung dieser beiden speziellen Patientengruppen auseinander gesetzt haben. Bei der Zusammenstellung der Referate kam es uns darauf an, Schnittmengen aus beiden Fachgebieten zu finden und zu präsentieren", so Prof. Nitschke.

Medizin als zentrales Thema der Seniorenzahnmedizin

Eine der Botschaften der Tagung, die unter dem Thema "Fit – gebrechlich – pflegebedürftig: Bewertung der Risiken bei unseren Patienten" stand, fasste Dr. Dirk Bleiel, Referent und Vorstandsmitglied der DGAZ zusammen: "Medizin hat sich erneut als zentrales Thema der Seniorenzahnärzte gezeigt. Der sinnvollen Verbindung beider Fachgebiete kommt immer größere Bedeutung zu."

Insgesamt habe die Tagung auch den Schulterschluss zwischen der schweizerischen und der deutschen Fachgesellschaft bestärkt - etwa durch die Beschreibung ähnlicher Probleme mit der Betreuung und Versorgung von älteren Menschen und von Menschen mit Behinderungen in beiden Länden.

Ein wichtiges und von drei Seiten beleuchtetes Thema war dabei die aufsuchende Betreuung von immobilen Patienten etwa in Senioreneinrichtungen. Dr. Dirk Bleiel stellte dabei die richtige Organisation des „Hausbesuchs“ in den Mittelpunkt. Sie trage entscheidend zum Erfolg der Therapie sowie der Prophylaxe bei und sei auch die Basis für ein wirtschaftlich akzeptables Engagement. Dabei ging es um praktische Fragen wie das Packen des Behandlungskoffers oder welche Therapien mit welchem Instrumentarium realisierbar sind. Beleuchtet wurde dabei der gesamte mobile Einsatz vom Erstkontakt am Telefon bis hin zum Recall einschließlich der Organisation der Therapie, der Prophylaxe aber auch der Schulung der Pflegekräfte.

Best-Practice-Beispiel aus dem Kanton Zürich: mobiDent™

Die mobile Zahnklinik mobiDent™ ist im Kanton Zürich in Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen unterwegs. Dr. Angela Stillhart stellte dieses vom gemeinnützigen Verein altaDent™ unterstützte Projekt vor. Mit mobiDent™ können Pflegeeinrichtungen Termine für ihre Patienten buchen, die dann vor Ort durchgeführt werden. Gleichzeitig kann so auch das Pflegepersonal individuell und an den von ihnen zu betreuenden Patienten geschult werden. Neben einer zahnärztlichen Untersuchung und Prophylaxemaßnahmen sind so auch Behandlungen wie Prothesenreparaturen oder Füllungen in der gewohnten Umgebung möglich, geht aus einer Meldung der Veranstalter der Tagung hervor.

Betreuuung von Menschen mit Unterstützungsbedarf

Konzepte für die zahnärztliche Betreuung von Menschen mit Unterstützungsbedarf in der Praxis stellte Dr. Elmar Ludwig vor. Er legte Wert auf die Feststellung, dass es nicht den einen richtigen Weg gebe und sich jeder ein eigenes Konzept entwerfen solle, das auch von Faktoren wie dem Standort geprägt sei.

Der Vorsitzende der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft Zahnmedizin für Menschen mit Behinderung oder speziellem medizinischen Behandlungsbedarf (AG ZMB), Prof. Dr. Andreas Schulte, Leiter des Lehrstuhls für Behindertenorientierte Zahnmedizin der Universität Witten/Herdecke, referierte zum Thema "Systematische zahnmedizinische Nachsorge nach Zahnbehandlung in Allgemeinanästhesie zur Reduktion des Kariesrisikos".

Posterpreise verliehen

Am Rande der Tagung wurden die mit 500 Franken dotierten SGZBB-Posterpreise verliehen. Der erste Preis ging an das Poster: "Das Altern erleben - die Entwicklung eines Gero-Parcours" der Arbeitsgruppe A. Stillhart, M. Bucher, L. Krueger-Janson, C. Denkler, M. Houshmand, I. Nitschke, Zürich. Gero-Parcours simuliert das Älterwerden und hat viele Stationen, die von den Assistenzzahnärzten der Klinik für Alters- und Behindertenzahnmedizin betreut werden. Die Klinik führt den Parcours für Studierende und für Zahnärzte - auch mit deren Teams - durch. Termine gibt es bei: isabelle.maurer@zzm.uzh.ch.

Den zweiten Posterpreis erhielt die Arbeit "Short dental implants retaining 2-implant mandibular IODs in very old, dependent patients: radiological and clinical observation up to 5 years." der Arbeitsgruppe Maniewicz Wins S., Buser R., Duvernay E., Vazquez L., Loup A., Perneger Th., Schimmel M., Müller F., Genf.

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