Zahnärztliche Gruppenprophylaxe vor dem Aus?

Muss Kroko abdanken?

© zm-sf

Der Mensch verbringt seinen Alltag vorzugsweise in der eigenen „Lebenswelt“. Die daraus folgende Erkenntnis, dass man ihn dort auch am besten erreicht, ist inzwischen bis ins BMG vorgedrungen – weshalb der Gesetzgeber im Präventionsgesetz (SGB V, § 20a) festgeschrieben hat, dass für dieses Setting spezielle Gesundheitsprogramme zu entwickeln sind.

Für die Kitakinder übertrug er diesen Auftrag der gesetzlichen Krankenversicherung. Insgesamt 150 Millionen Euro soll sie pro Jahr ausgeben, damit Deutschlands Nachwuchs gesund aufwachsen kann.

Die Krankenkassen haben damit eine weitere Zielgruppe für sich entdeckt: die Kita-Kinder. 2016 erreichte die Barmer mit ihren drei  Programmen circa 1.000 Kitas – von bundesweit mehr als 51.000. Die Konzepte sind  wahlweise so gestrickt, dass sie das Verhalten ändern („Papilio“), die Motorik verbessern  („PAKT“) oder das Ernährungsbewusstsein der Kinder fördern sollen („Ich kann kochen!“). Letzteres tangiert mit etwas Fantasie auch  die Mund- und Zahngesundheit. Auch die AOK hat mithilfe von Gröhes Gesetzesvorgaben ihre Präventionsangebote für Kinder ausgebaut: In 5.500 Kitas lernten sie 2015, wie man Widerstandskräfte entwickelt („... ganz schön stark!!“) oder aber sich ganzheitlich ernährt, bewegt und wohlfühlt („JolinchenKids“). Insgesamt 7.160 Projekte wurden 2015 GKV-weit in Kitas umgesetzt.

Prima, könnte man meinen. Doch hilft viel auch viel? Fakt ist, der gesetzliche Kassenauftrag konkurriert mit dem gesetzlichen Auftrag (§ 21 Sozialgesetzbuch V) der Landesarbeitsgemeinschaften für Jugendzahnpflege (LAG), die seit 1988 mit ihren Programmen die Kinderzahngesundheit enorm verbessert und die Karieslast deutlich verringert haben. Diesen spezifisch-pädagogischen Fokus auf die Mundgesundheit sollen die Präventionsprogramme der Kassen nicht kopieren. Können sie auch nicht. In die Kitas drängen sie dennoch.

Was aber heißt das für die Programme? Droht der zahnärztlichen Gruppenprophylaxe das Aus? Welche Konsequenzen hat das für die Kinder und deren Mundgesundheit?

Antworten gibt der Artikel "Zu viel Prävention in der Kita: Gruppenprophylaxe ade?"

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