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Kunst in der Zahnarztpraxis

Von Monet bis Pappmaché

Wir haben uns sehr gefreut, wie viele Praxen sich auf unseren Aufruf gemeldet haben: Einige der Kunstwerke­ ­stammen von regionalen Künstlerinnen und Künstlern, manche sogar aus eigener Hand. Sie alle zeigen, wie individuell die Räumlichkeiten gestaltet sein können und wie Kunst dazu beiträgt, eine persönliche Atmosphäre zu schaffen – für die Patientinnen und Patienten und für Sie selbst.

„Unsere Zahnskulpturen bereichern das Ambiente!“

Diese zwei Zahnskulpturen prägen das Ambiente dieser Praxis auf ganz besondere Weise und schaffen zugleich eine Verbindung von Kunst und Zahnheilkunde.

„Das Mendener Künstlerehepaar Angelika und Alfons Kohlmeyer ist bekannt für seine handwerkliche Präzision, seine naturverbundene Arbeitsweise und den sensiblen Umgang mit Materialien“, erzählt uns Anja Stanke, Zahnmedizinische Fachangestellte in der Praxis Rohleder & Kollegen in Menden. „Für die beiden Skulpturen, die die beiden exklusiv für unsere Praxis angefertigt haben, griffen sie – ganz in ihrem Stil – überwiegend auf Naturmaterialien wie Holz, Ton und Stein zurück. Viele dieser Werkstoffe stammen aus dem Wald, Steinbruch oder aus Flusslandschaften der Region. Die Fundstücke wurden in feinster Detailarbeit zu organisch wirkenden Formen weiterentwickelt, die sowohl die Struktur eines Zahnes als auch die Schönheit natürlicher Elemente einfangen.“

Entstanden sind zwei ausdrucksstarke Kunstobjekte, die durch ihre Form, Textur und Symbolik den Blick auf das Thema Zahn in einem völlig neuen Licht erscheinen lassen, berichtet Stanke: „Die Skulpturen verbinden ästhetische Wertigkeit mit handwerklicher Tiefe und schaffen damit einen spannenden Brückenschlag zwischen künstlerischem Schaffen und dem Alltag einer Zahnarztpraxis.“ (ck)

„Die Verbindung zwischen Ursprung und Vergänglichkeit des Lebens berührt mich besonders“

Die Kunstwerke in der Praxis von Dr. Denisse Ohanian in Düsseldorf stammen von Jennifer Lopez Ayala, einer Meisterschülerin von Katharina Große, ebenfalls aus Düsseldorf. „In ihren Arbeiten setzt sich die Künstlerin eindringlich mit Schmerz, Trauma und Heilung auseinander“, berichtet die Zahnärztin. Ihre Objekte und Installationen verbinden fragile Materialien mit starken Symbolen und schaffen so Räume, die gleichermaßen berühren und irritieren.

​Für das Werk „Phase Shift“ aus dem Jahr 2019 – bestehend aus Eierschalen, Lack, Spiegel und Acrylgras – hat sich Ohanian ganz bewusst entschieden: „Mich berührt besonders die Verbindung zwischen Ursprung und Vergänglichkeit des Lebens darin“, erzählt die Zahnärztin. „Der Übergang vom Ei zur Eierschale, die Symmetrie und gleichzeitig die bewusste Unvollkommenheit sowie die Bearbeitung der Materialien faszinieren mich sehr. Die zwei Hälften, die sich zu einem Kreis zusammenfügen, symbolisieren für mich den Ursprung und zugleich einen geschlossenen Lebenszyklus.“

Die Installation wurde als Leihgabe in die Praxis vermittelt – ermöglicht durch eine befreundete Sammlerin. Die Resonanz ist, wie Ohanian berichtet, bemerkenswert: „Unsere Patienten reagieren tatsächlich sehr begeistert auf die ausgewählten Kunstwerke.” Noch ist „Phase Shift“ lediglich exponiert – doch der Gedanke, das Werk dauerhaft zu erwerben, ist bei Ohanian längst gereift. (nb)

„Wir lieben Kunst, aber Voraussetzung war immer: lokale Künstler!“

In der Praxis von Dr. Gerd Eichler in Mainz ist über die Jahre ein erstaunliches Kunstdepot entstanden: „Begonnen hat alles mit Absolventinnen und Absolventen der Kunstakademie Mainz – jedes Jahr kam ein neues Werk hinzu“, berichtet der Zahnarzt. Einige der jungen Talente sind später selbst zu Patientinnen und Patienten geworden. „So konnten wir sogar über Jahre hinweg ihre gesamte künstlerische Entwicklung begleiten.“

Seit 1985 ist für Eichler die Kunst fester Bestandteil seines Lebens und seiner Praxis. „Ich sammle seit rund 40 Jahren die Arbeiten der Mainzer Künstlerin Silvia Willkens, deren Werke einen besonderen Platz in meinen Räumen einnehmen.”

Die Auswahl der Kunstwerke erfolgt dabei stets persönlich und mit dem Mut zur eigenen Entscheidung, ohne professionelle Beratung: „Kunst, künstlerisches Können und Handwerk sind für mich untrennbar miteinander verbunden – Werte, die auch in der Zahnmedizin allgegenwärtig sind.“

Die Patientinnen und Patienten reagieren immer auf die Kunst. „Sie haben gewissermaßen keine Wahl, denn bei neuen Werken frage ich bewusst nach ihren Eindrücken und erzähle gerne die jeweilige Hintergrundgeschichte.“ So entstehen Gespräche und Begegnungen, die über die reine Behandlung hinausgehen. (mg)

Wie unterscheidet sich Kunst in der Praxis von Kunst im Wohnzimmer? „Eine sorgfältig gehängte Arbeit signalisiert denselben Anspruch, den man auch in der Behandlung erwartet“, sagen Renata Kudlacek und Vishal Shah. Die Künstler sind Absolventen des Royal College of Art London und betreiben seit zehn Jahren erfolgreich die BBA Gallery in Berlin. Im Interview verraten sie, nach welchen Kriterien man Kunst für die Zahnarztpraxis auswählt. Lesen Sie den Artikel auf zm-online.de.

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