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Bericht des CareQuest Institute for Oral Health

10 Millionen US-Amerikaner gehen im Ausland zum Zahnarzt

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Zahnmedizin
Hohe Kosten und fehlender Zugang zur Versorgung: Fast 10 Millionen US-Amerikaner sind schon einmal für eine zahnärztliche Behandlung ins Ausland gereist.

Ein neuer Bericht des CareQuest Institute for Oral Health zeigt, dass etwa 4 Prozent der Erwachsenen in den USA – fast 9,6 Millionen Menschen – bereits irgendwann einmal eine zahnärztliche Behandlung im Ausland in Anspruch genommen haben, meist um eine kostengünstigere Versorgung zu erhalten.

Mehr als die Hälfte (58 Prozent) nennt als Grund die Kosten für zahnärztliche Behandlungen, welche außerhalb der USA niedriger seien. Neun Prozent geben an, dass sie für eine Behandlung ins Ausland gereist sind, weil sie keine Zahnversicherung haben.

Erwachsene reisen insgesamt allerdings gleichermaßen häufig für zahnärztliche Behandlungen ins Ausland, unabhängig davon, ob sie zahnärztlich versichert sind und welche Art von Versicherung sie haben.

Nach Angaben der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) ist der Dentaltourismus die häufigste Form des Medizintourismus unter US-Bürgern. Im Jahr 2019 sind demzufolge fast eine halbe Million US-Amerikaner für eine zahnärztliche Behandlung ins Ausland gereist.

Der Markt für Dentaltourismus boomt

Für das Jahr 2023 bezifferten Experten den weltweiten Markt für Dentaltourismus auf 10,9 Milliarden US-Dollar und gehen davon aus, dass dieses Segment weiter wachsen wird.

„In den USA haben etwa 69 Millionen Erwachsene (etwa 26 Prozent) keine Zahnversicherung, die Kosten bleiben daher ein großes Hindernis für den Zugang zur zahnärztlichen Versorgung“, heißt es in dem Bericht des Instituts.

„Niemand sollte Grenzen überqueren müssen, um die Zahnbehandlung zu erhalten, die er benötigt“, fordert Melissa Burroughs, Senior Director of Public Policy am CareQuest Institute for Oral Health.

„Eine hochwertige, bezahlbare zahnmedizinische Versorgung sollte in jeder US-Gemeinde verfügbar sein und nicht etwas, das die Menschen anderswo suchen müssen. Es geht um Gerechtigkeit, Würde und ein Gesundheitssystem, das für alle funktioniert.“

Die USA sind das teuerste Land für zahnärztliche Behandlungen

Eine Studie in sieben großen Industrieländern ergab demnach, dass die USA das teuerste Land für gängige zahnärztliche Behandlungen wie Zahnreinigungen, Zahnextraktionen, Füllungen, Kronen und Wurzelbehandlungen sind. So kosten beispielsweise Wurzelbehandlungen in Kanada durchschnittlich 542 Dollar und in Frankreich 436 Dollar, verglichen mit 838 Dollar in den USA.

Die Ergebnisse aus dem Bericht kommen zu einer Zeit, in der Bundesgesetzgeber tiefgreifende Kürzungen der Medicaid-Ausgaben genehmigt hat, wodurch die zahnärztliche Absicherung für Millionen von US-Erwachsenen gefährdet ist.

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