2025 wurden so viele Medikamente eingelöst wie noch nie
Aus der Analyse der Techniker Krankenkasse (TK) geht hervor, dass im vergangenen Jahr 67,4 Prozent der bei ihr versicherten „Erwerbspersonen“ – unter diesem Begriff sind sozialversicherungspflichtig beschäftigte oder arbeitslos gemeldete Mitglieder zusammengefasst – mindestens ein Rezept eingelöst haben. Im Durchschnitt erhielten Erwerbspersonen demnach Rezepte über 5,08 Präparate mit insgesamt 292 Tagesdosen. Das Verordnungsvolumen sei im Vergleich zum Jahr 2024 um 2,6 Prozent gestiegen, so die TK.
Herz-Kreislauf-Medikamente wurden am häufigsten abgerechnet
„Die Verordnungsvolumen in den einzelnen Arzneimittelgruppen haben sich in den zurückliegenden Jahren sehr unterschiedlich entwickelt“, heißt es in dem Report. Einen seit dem Jahr 2000 weitgehend kontinuierlichen Anstieg beobachte man bei den Arzneimitteln zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, vor allem bei Präparaten mit blutdrucksenkender Wirkung. Den Anstieg der verordneten Tagesdosen von Herz-Kreislauf-Medikamenten zwischen 2000 und 2025 beziffert die TK auf 129 Prozent.
Antidepressiva wurden häufiger verschrieben...
„Ein anteilig noch stärkerer Anstieg, nämlich um 137 Prozent, zeigt sich zwischen 2000 und 2025 bei Verordnungen von Medikamenten zur Behandlung des Nervensystems, denen unter anderem auch Antidepressiva zuzuordnen sind“, teilt die TK weiter mit. Im Jahr 2000 seien geschlechterübergreifend 13,7 Tagesdosen verordnet worden, 2025 waren es 32,4 Tagesdosen je Versicherungsjahr.
...und Antibiotika etwas seltener
Die Zahl der Verordnungen von Antibiotika bei den berufstätigen TK-Versicherten ist im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr laut Gesundheitsreport leicht gesunken. Hier seien geschlechterübergreifend durchschnittlich rund 0,36 verordnete Präparate je Versicherungsjahr zu verzeichnen (2024: 0,40). Wie im Vorjahr belegten Antibiotika aber Rang zwei der am häufigsten verordneten Präparate.
Für den Gesundheitsreport hat die TK routinemäßig erfasste und anonymisierte Daten ihrer aktuell 6,2 Millionen sozialversicherungspflichtig beschäftigten oder arbeitslos gemeldeten Mitglieder ausgewertet. Betrachtet werden Daten aus den Jahren 2000 bis 2025.



