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Landeszahnärztekammer Brandenburg feiert Jubiläum

„35 Jahre Mut, Wandel und ein gemeinsamer Weg!“

sth
Politik
Gesundheitspolitik braucht eine starke standespolitische Stimme, betonte Dr. Romy Ermler beim Festakt anlässlich des 35-jährigen Bestehens der Landeszahnärztekammer Brandenburg in Cottbus.

„35 Jahre Mut, Wandel und ein gemeinsamer Weg!“ – mit diesen Worten beschrieb Dr. Romy Ermler, Präsidentin der Landeszahnärztekammer Brandenburg (LZKB) und der Bundeszahnärztekammer, die Entwicklung der LZKB seit ihrer Gründung am 16. Februar 1991. „In einer Zeit des Umbruchs gelang es, eine starke freiberufliche Selbstverwaltung aufzubauen, die bis heute tragfähig ist“, sagte sie bei der Feierstunde in Cottbus.

„Die GOZ ist älter als unsere Kammer. High‑Tech‑Medizin von heute lässt sich nicht mit Punktwerten aus dem letzten Jahrtausend finanzieren!“

Dr. Romy Ermler

Besonders hob Ermler das Engagement des ersten und bis 2025 amtierenden Kammerpräsidenten Jürgen Herbert hervor. Er habe das Fundament gegossen, auf dem die Kammer steht. Ermler würdigte in ihrer Rede außerdem die Gründungsmitglieder, die politischen Wegbegleiter sowie die enge Zusammenarbeit mit Partnerkammern und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Land im Brandenburg.

„Die GOZ ist älter als unsere Kammer“

Mit Blick auf die aktuellen gesundheitspolitischen Debatten sei eine starke Selbstverwaltung außerordentlich wichtig, betonte die Kammerpräsidentin. Sie kritisierte die Rückkehr alter Sparideen, die massive Bürokratielast in den Praxen sowie die seit Jahrzehnten unveränderte Honorierung der privatenzahnärztlichen Leistungen: „Die GOZ ist älter als unsere Kammer. High‑Tech‑Medizin von heute lässt sich nicht mit Punktwerten aus dem letzten Jahrtausend finanzieren!“

Die brandenburgische Zahnärzteschaft habe in den vergangenen Jahrzehnten bewiesen, was durch Prävention, Kooperation und Innovationskraft möglich sei. Programme wie die Gruppenprophylaxe, „Kita mit Biss“ oder die zahnmedizinische Ausbildung an der Medizinischen Hochschule Brandenburg seien bundesweit sichtbare Erfolge.

Gleichzeitig sei der Berufsstand ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor im Land, der Arbeitsplätze schaffe und zur Gesundheit der Bevölkerung beitrage.

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