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Auszeichnung für seriösen Gesundheits-Content auf Social Media

Erstmals Medfluencer-Preis in Düsseldorf verliehen

Dr. Sven Dreyer, Präsident der Ärztekammer Nordrhein (v.l.) mit den Gewinnern David Reckers, Meret Leuthäuser und Fatih Çalışkan und Dr. Hans-Albert Gehle, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe sowie Dr. Arndt Berson, Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein. Jochen Rolfes
sth
Gesellschaft
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Im vergangenen Mai lobten die Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe den Medfluencer-Preis 2026 aus. 35 Bewerbungen gingen ein, am Ende machten drei Social-Media-Beiträge das Rennen.

In der Kategorie „Ärztinnen und Ärzte“ wurde David Reckers ausgezeichnet. Er arbeitet in einer hausärztlichen Praxis in Troisdorf-Sieglar und geht in seinem Instagram-Account hauptsächlich auf allgemeinmedizinische Themen ein. Überzeugen konnte Reckers mit einem Beitrag über die Wirkung, Chancen und Risiken von „Abnehmspritzen“.

In der Kategorie „Medizinstudierende“ gab es eine Preisträgerin und einen Preisträger: Meret Leuthäuser studiert Humanmedizin an der Universität Duisburg-Essen und wurde für den Beitrag „Was bei einer Narkose wirklich passiert“ auf ihrem Instagram-Account ausgezeichnet.

Fatih Çalışkan aus Düsseldorf kommentiert auf seinem Instagram-Account „Fakten auf Rezept“ in erster Linie Videos von unseriösen „Medfluencern“ und weist auf Gefahren hin, die von ihnen ausgehen. Er bekam den Preis für seinen Beitrag „Venen abgedrückt? Virales Video erklärt“. Die prämierten Creatorinnen und Creatoren erhielten jeweils ein Preisgeld von 2.500 Euro.

„Fake-News in der Medizin kosten im schlimmsten Fall Menschenleben“

Mit dem Medfluencer-Preis 2026 würdigen die beiden Berufsorganisationen das Engagement von Ärztinnen und Ärzten sowie Medizinstudierenden aus Nordrhein-Westfalen, die neben ihrer Berufsausübung auf Social Media wissenschaftsbasierte Gesundheitsinformationen kommunizieren.

„Wir zeichnen heute seriöse Medfluencerinnen und Medfluencer aus, denen es darum geht, verständlich, korrekt und möglichst niedrigschwellig über Gesundheitsthemen zu informieren – und die gleichzeitig Fake-Medizinern das Leben schwer machen, weil sie Falschbehauptungen entlarven und ihnen Zahlen, Daten und Fakten entgegenstellen. Denn Gesundheits-Aussagen ohne faktenbasierte Grundlage sind gefährlich. Im schlimmsten Fall können sie Menschenleben kosten“, sagte der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Dr. Sven Dreyer, bei der Preisverleihung in Düsseldorf.

Dr. Hans-Albert Gehle, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, fügte hinzu: „Instagram, TikTok, YouTube und andere Plattformen sind längst wichtige Informationsquellen. Wer dort als Ärztin oder Arzt auftritt, trägt eine besondere Verantwortung. Wer seine ärztliche Expertise und Autorität in sozialen Medien einsetzt, muss an die Qualität und Seriosität seiner Informationen mindestens dieselben Maßstäbe anlegen wie im unmittelbaren Kontakt mit Patientinnen und Patienten.“

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