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Gemeinsamer Bundesausschuss

Innovationsausschuss fördert zahnmedizinische Leitlinie mit 112.000 Euro

br
Zahnmedizin
Der Innovationsausschuss beim G-BA hat seine Förderentscheidungen im Bereich Versorgungsforschung bekanntgegeben. Unter den geförderten Projekten befindet sich auch eines zur Zahnerhaltung an der LMU München.

Das vom Innovationsfonds geförderte Projekt heißt „MaTiKar – Management von tiefen Kariesläsionen – Implementierung der internationalen Leitlinie der EFCD, ESE, ORCA ‚Deep Caries Management‘“. Die Projektleitung liegt bei der Poliklinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und digitale Zahnmedizin.

Geplant ist eine neue deutsche S3-Leitlinie zum Management von tiefen Kariesläsionen, die „evidenzbasierte, konsentierte und patientenorientierte Empfehlungen zur Indikationsstellung und Behandlung tiefer und extrem tiefer Kariesläsionen in der bleibenden Dentition“ entwickeln soll, wie es in der Leitlinienanmeldung bei der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) heißt.

Die Leitlinie wird unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde e.V. (DGZMK) und der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung e.V. (DGZ) unter Beteiligung weiterer Fachgesellschaften erarbeitet.

Die Koordination liegt bei Dr. Helena Dujic und Prof. Dr. Falk Schwendicke von der Poliklinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und digitale Zahnmedizin des Klinikums an der LMU München.

So werden Projekte zu Leitlinien gefördert

Insgesamt fördert der Innovationsausschuss in diesem Jahr zwölf neue Projekte zu medizinischen Leitlinien. Die ausgewählten Projekte verteilen sich nun wie folgt:

  • Entwicklung oder Weiterentwicklung von übergeordneten Leitlinien zu häufigen Beratungsanlässen sowie Zusammenführung von Leitlinien bei einer Aktualisierung oder Weiterentwicklung: 5 Projekte.

  • Entwicklung oder Weiterentwicklung von Leitlinien mit besonderem Augenmerk auf die Erstellung von Hilfen, Formaten zur Unterstützung der Disseminierung/Implementierung unter Berücksichtigung der Informationsbedürfnisse: 5 Projekte.

  • Entwicklung oder Weiterentwicklung von Leitlinien zur Erstversorgung durch nichtärztliches medizinisches Fachpersonal und strukturierte Abfrage zur Steuerung von Patientinnen und Patienten in der Notfall- und Akutmedizin: 2 Projekte.

Der Innovationsausschuss hatte auf seine Förderbekanntmachung vom 20. Juni 2025 insgesamt 26 Anträge erhalten. Bei der Bewertung und Auswahl berücksichtigte er die Empfehlungen seines Beratungsgremiums, des sogenannten Expertenpools, und der AWMF, die die Entwicklung von medizinischen Leitlinien koordiniert.

Themen für das Förderjahr 2027 gesucht

Seit Mitte April können beim Innovationsausschuss beim G-BA Vorschläge für versorgungsrelevante Themen für das Förderjahr 2027 eingereicht werden. Über eine zweimonatige Themensuche sollen die Ideen von ganz unterschiedlichen Akteuren in die neuen themenspezifischen Förderbekanntmachungen einfließen.

Die Vorschläge können sich auf die Förderbereiche neue Versorgungsformen sowie Versorgungsforschung beziehen. Eine Ausnahme gilt für die (Weiter-)Entwicklung von medizinischen Leitlinien: Hier legt das Bundesministerium für Gesundheit die Themenschwerpunkte fest.

Weitere Informationen finden sich hier.

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