Jeder dritte Euro entfällt 2025 auf Sozialausgaben
Die Sozialausgaben sind im vergangenen Jahr um 5,7 Prozent gestiegen. Mit inzwischen 32 Prozent machen sie fast ein Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung aus. Über 1,43 Billionen Euro wurden 2025 für Renten, Gesundheit, Pflege und weitere Sozialleistungen ausgezahlt. Das geht aus dem Bericht zum Sozialbudget des Bundesarbeitsministeriums für Arbeit und Soziales hervor.
Den größten Anteil des Sozialbudgets machten Leistungen für ältere Menschen aus: Renten, Pensionen, betriebliche Altersversorgung und die Pflege von Senioren summierten sich auf 35,9 Prozent aller Sozialausgaben. Allein die Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung stiegen um 5,8 Prozent, vorrangig aufgrund der Rentenerhöhung.
Nur beim Bürgergeld sanken die Ausgaben
Bei den gesetzlichen Krankenversicherungen stiegen die Ausgaben um 7,7 Prozent, bei der staatlichen Pflegeversicherung um 11,2 Prozent. Unter Berücksichtigung der privaten Versicherungen ging somit mehr als jeder zehnte erwirtschaftete Euro im Land in Gesundheit und Pflege. Ursachen für den Anstieg sind laut dem Finanzwissenschaftler Andreas Peichl vom Münchner Ifo-Institut der demografische Wandel in Deutschland, die schwache Wirtschaftsentwicklung sowie verschiedene teure Sozialreformen der vergangenen zehn Jahre.
Signifikant gestiegen sind auch die Leistungen der Arbeitslosenversicherung – sie kosten fast 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Grund dafür ist die steigende Zahl der Arbeitslosen sowie ein höherer Anteil von Personen, die aus hochbezahlten Jobs wie in der Industrie ausschieden und entsprechend mehr Arbeitslosengeld erhalten. Lediglich beim Bürgergeld sanken die Ausgaben erstmals seit 2019. Im Vergleich zum Vorjahr gab es rund 91.000 erwerbsfähige Leistungsbezieher weniger.
Mit dem Sozialbudget 2025 liefert das BMAS turnusgemäß einen Überblick über das Leistungsspektrum und die Finanzierung der sozialen Sicherung in Deutschland: Nach vorläufigen Ergebnissen betrug die Summe der sozialen Leistungen im Jahr 2025 insgesamt rund 1.431 Milliarden Euro. Dies geht mit einem Anstieg der Sozialleistungsquote - dem Verhältnis von Sozialleistungen zum Bruttoinlandsprodukt – um 0,7 Prozentpunkte auf 32 Prozent einher, da das Wirtschaftswachstum nominal nur 3,3 Prozent betrug.









