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Verbraucherschützer warnen

Minderjährige können Energydrinks bei McDonald's kaufen

Seit April hat der Systemgastronom McDonald's zwei neue Produkte im Sortiment: die „Energizer Drinks“ mit Waldmeister- und Blaubeergeschmack. „Der Energy-Boost, der deinen Tag aufs nächste Level hebt“, wirbt der Konzern. Medizinerinnen und Mediziner warnen jedoch seit Jahren vor den gesundheitlichen Folgen von Energydrinks [Symbolbild]. ViDi Studio - stock.adobe.com
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Gesellschaft
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Ein Test der Verbraucherorganisation Foodwatch zeigt: Minderjährige konnten in verschiedenen Berliner McDonald's-Filialen problemlos koffeinhaltige Energizer-Getränke auf Red-Bull-Basis kaufen. Medizinerinnen und Mediziner warnen seit Jahren vor den Risiken von Koffeingetränken für Minderjährige.

Für den Testkauf schickte Foodwatch sechs Kinder im Alter von 11 bis 15 Jahren in zwölf McDonald's-Filialen in Berlin. Sie versuchten, die neuen Energizer-Getränke auf Red-Bull-Basis zu erwerben. An den Bestellterminals gelang der Kauf laut Foodwatch ausnahmslos: Die Kinder bestellten, bezahlten und erhielten die Getränke ohne jede Rückfrage. Auch am Tresen wurde der Verkauf nur in einem von vier Fällen verweigert.

Es gibt eine Verzehrempfehlung – im Kleingedruckten der Produktinformationen

Nach Angaben von Foodwatch steht das im Widerspruch zu den Aussagen des Unternehmens. McDonald's hatte in einer schriftlichen Stellungnahme erklärt, Kinder auf eine Verzehrempfehlung hinzuweisen, wonach die koffeinhaltigen Getränke für sie nicht geeignet seien: „Wir empfehlen den Verzehr der beiden McCafé Drinks mit Red Bull nicht für Kinder und schwangere oder stillende Frauen. Diese Empfehlung finden unsere Gäste schriftlich an allen Verkaufspunkten. Zudem haben wir unsere Restaurantcrews dafür sensibilisiert, Kinder, die sich für die beiden McCafé Energizer interessieren, auf die Verzehrempfehlung hinzuweisen.“

Foodwatch kritisiert jedoch, dass dieser Hinweis weder am Bestellterminal noch in der App oder auf der Website, sondern lediglich im Kleingedruckten der Produktinformationen zu finden ist.

Hoher Konsum hat schwerwiegende Folgen

Medizinerinnen und Mediziner warnen seit Jahren vor den gesundheitlichen Risiken stark koffeinhaltiger Getränke für Minderjährige. Bei hohem Konsum drohen Herzrhythmusstörungen, Angstzustände und Konzentrationsprobleme. Foodwatch fordert daher die Bundesregierung auf, eine Altersbeschränkung ab 18 Jahren für Energydrinks einzuführen.

Auch aus der Politik gibt es entsprechende Vorstöße: Bundesfamilienministerin Karin Prien hat sich bereits im Herbst für eine Altersbeschränkung ausgesprochen und gemeinsam mit dem CDU-Landesverband Schleswig-Holstein einen Antrag auf eine Altersgrenze von 16 Jahren für Energydrinks in den Bundesrat eingebracht.

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