„Rein fiskalische Sparansätze gefährden die Versorgung“
Am Freitag hatte Bundeskanzler Friedrich Merz bekannt gegeben, dass die bisherige Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) Chefin des Kanzleramts wird. Ihr Nachfolger wird der bisherige CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann (CDU).
Hintergrund für die Personalrochade war der Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn am 18. Juli. Anlässlich des Wechsels an der Spitze des Bundesgesundheitsministeriums dankte die KZBV Warken für „die gute Zusammenarbeit“ und wünschte Linnemann „viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe“.
Die finanzielle Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung sei eine der zentralen gesundheitspolitischen Aufgaben der kommenden Jahre, erklärte der KZBV-Vorsitzende Martin Hendges. Dafür brauche es Reformen, die langfristig wirken. Die Vertragszahnärzteschaft zeige seit vielen Jahren: Eigenverantwortung, Prävention und ein effizienter Einsatz der Beitragsmittel gehören zusammen.
„Die Vertragszahnärzteschaft zeige seit vielen Jahren: Eigenverantwortung, Prävention und ein effizienter Einsatz der Beitragsmittel gehören zusammen.“
KZBV-Vorsitzender Martin Hendges
„Wer Erkrankungen verhindert, stärkt nicht nur die Gesundheit der Menschen, sondern entlastet zugleich die Solidargemeinschaft. Diese Erfahrungen sollten auch für die anstehenden Reformen richtungsweisend sein. Rein fiskalische Sparansätze zulasten der Versorgung wie durch eine unreflektierte Budgetierung sind verfehlt und gefährden die Versorgung dauerhaft. Die harten Einschnitte in die Parodontitisversorgung zeigen dies leider nur allzu deutlich“, sagte Hendges.
Modelle stärken, die die Gesundheit erhalten, Eigenverantwortung fördern und die Mittel effizient einsetzen
Um die gesetzliche Krankenversicherung nachhaltig weiterzuentwickeln, sollten laut KZBV Versorgungsmodelle gestärkt werden, die Gesundheit erhalten, Eigenverantwortung fördern und die vorhandenen Mittel effizient einsetzen. Die vertragszahnärztliche Versorgung stehe seit Jahrzehnten für diesen Ansatz.
„Mit einer konsequent präventionsorientierten Versorgung und der aktiven Mitwirkung der Patientinnen und Patienten ist es gelungen, die Mundgesundheit der Bevölkerung grundlegend zu verbessern und gleichzeitig den Anteil der zahnärztlichen Versorgung an den Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung kontinuierlich zu senken“, betonte Hendges.
Die Rahmenumstände hierfür dürften nicht weiter gefährdet werden. Hendges: „Wir stehen mit unserer Expertise und Erfahrung bereit, gemeinsam mit dem neuen Bundesgesundheitsminister diesen erfolgreichen Weg auch künftig fortzusetzen.“


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