Sie wurden erfolgreich abgemeldet!

Telematik-Infrastruktur

Telekom will eigene ePA einführen

LL
Praxis
Die Telekom plant eine eigene, souveräne elektronische Patientenakte (ePA) auf den Markt zu bringen. Das Unternehmen argumentiert, bereits über die Plattform und die von den Krankenkassen und Versicherten erwarteten digitalen Anwendungen zu verfügen.

Ziel der Deutschen Telekom sei, „eine zukunftsfähige, souveräne und vertrauenswürdige Lösung aus einer Hand auf Basis [der] T Cloud“ anzubieten, erklärt Gottfried Ludewig, Leiter Public und Health Deutsche Telekom. Tatsächlich sei die Telekom der einzige Ende-zu-Ende-Anbieter für die elektronische Patientenakte im deutschen Markt. Das heißt, Produkt, Plattform und Betrieb kommen komplett aus einer Hand – inklusive einer souveränen und sicheren Bereitstellung in der Open Sovereign Cloud, die Teil der T Cloud ist. Die ePA des Konzerns soll vollständig in Deutschland betrieben, wobei sämtliche Daten – auch Metadaten – ausschließlich in deutschen, nach ISO 27001, BSI C5 und DIN EN 50600 zertifizierten Rechenzentren verarbeitet werden.

Die Telekom-ePA adressiert Schwachpunkte bestehender ePA-Lösungen wie begrenzte Suchfunktionalitäten, fehlende Unterstützung strukturierter Daten oder unzureichende Forschungsmöglichkeiten. Damit entstünde ein System, das nicht nur den heutigen gesetzlichen und technologischen Anforderungen entspricht, sondern bereits für kommende Erweiterungen und Innovationen vorbereitet ist, sagt Ludewig.

Vernetztes System ohne Medienbrüche

Anforderungen sollen entlang konkreter Nutzungsszenarien entwickelt werden, Sicherheits- sowie compliance-relevante Funktionen und Informationen wie zum Beispiel Einwilligungsprozesse, transparente Datenzugriffe und reduzierte Interaktionsaufwände so gestaltet werden, dass sie für Versicherte verständlich und nachvollziehbar sind.

Ein Vorteil der neuen Patientenakte sei auch ihre nahtlose Einbindung in das bestehende digitale Gesundheitsökosystem der Telekom. Die Lösung soll mit Diensten wie Digitale Identitäten, dem Kommunikationsdienst TI-Messenger und künftigen digitalen Versichertenservices verknüpft werden. Dadurch entstehe ein vernetztes System, mit dessen Hilfe Krankenkassen ihre digitalen Leistungen schrittweise erweitern und aktualisieren können – ohne Medienbrüche, parallele Insellösungen und mit deutlich reduziertem Integrationsaufwand.

Die Telekom präsentiert seine Patientenakte erstmals im Rahmen der DMEA vom 21. bis 23. April in Berlin. „Mit der souveränen Patientenakte legen wir den Grundstein für die nächste Ausbaustufe digitaler Gesundheitsversorgung in Deutschland“, erklärt Ludewig. Die Lösung befindet sich zurzeit im Zulassungsverfahren der gematik.

Melden Sie sich hier zum zm Online-Newsletter an

Die aktuellen Nachrichten direkt in Ihren Posteingang

zm Online-Newsletter


Sie interessieren sich für einen unserer anderen Newsletter?
Hier geht zu den Anmeldungen zm starter-Newsletter und zm Heft-Newsletter.