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Stiftung Warentest

Welche elektrische Kinderzahnbürste ist die beste?

LL
Praxis
Die Stiftung Warentest hat neun elektrische Kinderzahnbürsten getestet. Welche davon putzt wirklich gut und müssen Eltern dafür viel Geld ausgeben?

Auf den Prüfstand kamen neun elektrische Kinder­zahnbürsten, darunter sechs Modelle für Kinder ab 3 oder 4 Jahren und drei für Kinder ab 6 Jahren. Die Qualitäts­urteile reichten von „sehr gut“ bis „befriedigend“, die Preisspanne betrug 10 bis 60 Euro. Bekannte Marken wie Oral-B, Philips und dm wurden getestet, ebenso wie Ailoria, Happybrush, Müller, Oclean und Sunstar Gum Playbrush.

Was ist anders bei der Kinderzahnbürste?

Elektrische Zahnbürsten für Kinder ab 3 Jahren unterscheiden sich von Erwachsenenbürsten durch schlankere Handgriffe, kleinere Bürstenköpfe und weichere Borsten. Die meisten haben einen sanften Putzmodus, der das Zahnfleisch und die ersten Zähne schonend reinigen soll. Allerdings fehlte den Zahnbürsten im Test oft ein Drucksensor, der reagiert, wenn zu stark aufgedrückt wird, – oder dieser funktionierte nicht gut.

Die Modelle für Kinder ab 6 Jahren haben meist etwas größere Handstücke sowie längere Bürstenaufsätze. Für beide Altersgruppen gibt es sowohl Schallzahnbürsten als auch rotierend-oszillierendes Modelle. Geprüft wurden beide Arten der Bürstenbewegung.

Entscheidend ist das Putz­ergebnis

Braucht ein Kind eine Bürste mit Timer? Mit App? Mit Andruck­kontrolle? Oder reicht ein einfaches Modell mit Lade­station? Die Tester fragten grundsätzlich, welche Ausstattung sinn­voll ist und worauf getrost verzichten werden kann.

Für manche Kinder steigern Zahnbürsten mit Stickern, Action-Helden oder Sound­effekten die Motivation. Großen Wert legten die Tester allerdings auf die Zahn­reinigung und gewichteten sie entsprechend hoch.

Das beste Testergebnis erhielt die Oral B „iO Kids 6+ Disney Stitch“ für eine sehr gute Zahnreinigung und ohne jegliche Schadstoffe im Produkt. Die E-Zahnbürste ist mit 60 Euro und stolzen 8,99 Euro für einen Ersatzbürstenkopf freilich die teuerste Bürste im Test.

Als „gut“ getestet auf Platz zwei ist die Sunstar Gum Playbrush „Junior 6+“ für 55 Euro. Den Ersatzkopf gibt es für 7,50 Euro. Platz zwei und drei teilen sich die Oclean „Kids 6 YRS+ Zahnbürste für 40 Euro und die Philips „Sonicare for Kids Age 3+ Design a Pet Edition“ für 31 Euro.

Ein als „gut“ getestetes Produkt ist mit der dm „Dontodent Active Young Blau“ E-Zahnbürste für Kids auch schon für 10 Euro zu haben. Hier gefiel den Testern – darunter auch Erstklässler – die Handhabung aber nicht ganz so gut (Note 3,3).

Das Schlusslicht im aktuellen Test machte Müllers „Sensident Junior“ mit dem Ergebnis „befriedigend“ für 10 Euro und 1,65 Euro die Ersatzbürste.

So liefen die Testungen ab

Wie gut die E-Kinderzahnbürsten reinigen, ließ sich die Stiftung Warentest im Labor zeigen: Dafür putzten sich erwachsene Probanden mit den Kinderzahnbürsten die Zähne und ließen anschließend von einer Expertin prüfen, wie gut der Zahnbelag entfernt worden war. Ergänzt wurde die Labormessung durch einen Praxistest mit Erstklässlern: Sie prüften, wie gut sie mit den elektrischen Kinderzahnbürsten zurechtkamen – zum Beispiel, wie leicht sie den Bürstenkopf aufstecken und abziehen konnten. Ein Bürstenaufsatz im Test zerfiel dabei in seine Einzelteile. Das gab Punktabzug.

Nicht zuletzt wurde auch eine Schadstoffprüfung durchgeführt. Dafür wurden die Materialien jeder Zahnbürste auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Weichmacher-Phthalate und Chlorparaffine geprüft.

Alle Testergebnisse können kostenpflichtig auf der Website von Stiftung Warentest heruntergeladen werden.

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