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Ein Dokument für alle Kinder-Vorsorgeuntersuchungen

Zahnärztliche Früherkennung jetzt im Gelben Heft

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Politik
Seit dem 1. Januar 2026 werden die zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen Z1 bis Z6 bei Kindern im Alter von sechs Monaten bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr verbindlich im Gelben Heft dokumentiert. Damit sind erstmals alle ärztlichen und zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen (U1 bis U9 sowie Z1 bis Z6) in einem einheitlichen Dokument zusammengeführt.

Die Untersuchungen umfassen die klinische Kontrolle der Zähne sowie Beratungen zur Mundhygiene, Ernährung und Fluoridanwendung. Ziel ist es, die Mundgesundheit frühzeitig zu fördern und Karies bereits im Kindesalter zu vermeiden. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und der GKV-Spitzenverband begrüßen die Neuregelung ausdrücklich, da sie die Bedeutung der zahnmedizinischen Prävention stärker in den Fokus rückt.

„Gesunde Milchzähne sind eine wesentliche Voraussetzung für das Kieferwachstum, die Entwicklung des bleibenden Gebisses und die Sprachentwicklung des Kindes. Damit sind frühzeitige zahnärztliche Untersuchungen eine der Hauptkomponenten der Gesundheitsvorsorge im Kindesalter.“

Martin Hendges, Vorstandsvorsitzender der KZBV


„Durch die gemeinsame Dokumentation mit den ärztlichen Untersuchungen rücken wir die Zahngesundheit bereits in der frühen Lebensphase noch stärker in den Fokus und unterstreichen die hohe Bedeutung der zahnmedizinischen Vorsorge“, betont Martin Hendges, Vorstandsvorsitzender der KZBV. „Die zahnmedizinische Vorsorge der Kleinen wird damit für alle sichtbarer und kann durch diese Erinnerungshilfe besser umgesetzt werden“, ergänzt Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes.

Das Gelbe Heft kommt jetzt mit zum Zahnarztbesuch 

Neugeborene erhalten seit Jahresbeginn ein aktualisiertes Gelbes Heft mit allen Vorsorgeuntersuchungen. Bereits ausgegebene Hefte behalten ihre Gültigkeit und werden durch zahnärztliche Einlegeblätter ergänzt, die in den Praxen ausgehändigt werden. Eltern sind angehalten, das Gelbe Heft künftig auch zu zahnärztlichen Terminen mitzubringen, damit die Untersuchungsergebnisse vollständig dokumentiert werden können.

Das sind die Vorteile des erweiterten Gelben Heftes

  • Bessere Übersicht: Alle wichtigen Vorsorgetermine – ärztlich und zahnärztlich – in einem Dokument.

  • Mehr Aufmerksamkeit für Zahngesundheit: Der Zahnarzttermin wird so selbstverständlich wie der Kinderarzttermin.

  • Frühe Kariesvermeidung: Durch regelmäßige Kontrollen, Tipps zur Zahnpflege und Ernährung kann frühkindliche Karies verhindert werden.

  • Bessere Zusammenarbeit: Kinderärztinnen und Zahnärzte arbeiten enger zusammen – für eine ganzheitliche Vorsorge.

„Eine umfassende Prävention kann nur gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen“, fasst Hendges zusammen. „Das Gelbe Heft als bei allen Eltern bekanntes und etabliertes Medium ist daher genau der richtige Ort dafür. Die Inanspruchnahme der Z1 bis Z6 muss für die Eltern genauso selbstverständlich werden wie jene der ärztlichen Untersuchungen U1 bis U9.“

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