Deutsche Gesellschaft für Ernährung

DGE bestätigt Empfehlung für Fluorid

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Gesellschaft
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat den Richtwert für die Zufuhr von Fluorid bestätigt. Er liegt weiterhin zwischen 0,25 und 3,5 Milligramm pro Tag.

Überprüft wurden außerdem auch die Referenzwerte für Eisen und Phosphor. Für Eisen beträgt die empfohlene Zufuhr beträgt nun 11 Milligramm pro Tag für Männer und 14 bis 16 Milligramm pro Tag für Frauen. Die Schätzwerte für eine angemessene Phosphorzufuhr werden, mit Ausnahme der Altersgruppe der Säuglinge von 0 bis unter 4 Monaten, anhand des molaren Gesamtkörperverhältnisses von Calcium zu Phosphor abgeleitet, schreibt die DGE. Die überarbeiteten Referenzwerte seien damit viel niedriger als zuvor. Die Schätzwerte für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis unter 19 Jahren liegen zum Beispiel mit 610 beziehungsweise 660 Milligramm pro Tag deutlich unter den bisher geltenden 1.250 Milligramm pro Tag für diese Altersgruppen. Auch der Referenzwert für Erwachsene ist mit 550 Milligramm pro Tag geringer als die bisherige empfohlene Zufuhr von 700 Milligramm pro Tag. 

Für Fluorid wird weiterhin ein Richtwert für eine angemessene Gesamtzufuhr abgeleitet, heißt es weiter. „Er basiert auf der Risikoverminderung für Zahnkaries aus präventiven Gründen. Die Ableitung der Richtwerte für Fluorid beruht auf der Beobachtung der optimalen Fluoridkonzentration im Trinkwasser mit der geringsten Karieshäufigkeit bei gleichzeitig geringem Risiko für dentale Fluorosen.“ Zur Gesamtzufuhr wird die Fluoridzufuhr aus Lebensmitteln einschließlich fluoridiertem Speisesalz und Getränken inklusive Trink- und Mineralwasser sowie Supplementen gerechnet. Fluoridierte Zahnpflegeprodukte zur Kariesprävention tragen bei Verschlucken ebenfalls zur Gesamtzufuhr bei.

In Kürze will die DGE online ein Tool zur Berechnung individualisierter Referenzwerte anbieten. Aktuell wird das Tool überarbeitet. Mit der Anwendung können die Werte dann in Abhängigkeit von Kriterien wie Geschlecht, Alter/Altersgruppen, Energie, energieliefernden Nährstoffen (Fett, Kohlenhydrate, Protein), Vitamine, Mineralstoffe, Wasser gefiltert werden. „Es bietet auch die Möglichkeit, speziell Referenzwerte für Menschen in bestimmten Lebenssituationen wie Schwangerschaft und Stillzeit herauszusuchen und sich diese anzeigen zu lassen“, schreibt die DGE. Nach personalisierten Filtern ausgewählte Informationen lassen sich dann auch als PDF- oder Exceldatei herunterladen.

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