Kostenloses Trinkwasser als Alternative zu Softdrinks
Man könne den übermäßigen Konsum von zuckrigen Softdrinks nicht verhindern, ohne für gesunde und zugängliche Alternativen zu sorgen, erklärt die Linksfraktion im Bundestag in einem Positionspapier zur Zuckerreduktionsstrategie. Eine reine Verbrauchssteuer, die gezuckerte Produkte teurer machen, lehnt die Partei ab.
Überzuckerte Lebensmittel dürften nicht mehr schrankenlos an Kinder und Erwachsene vermarktet werden. Hersteller sollten dann eine Abgabe auf zu viel Zucker in Softdrinks zahlen, wenn sie ihre Rezepturen nicht endlich anpassen. „Gleichzeitig müssen wir gesunde Alternativen günstiger und zugänglicher machen“, so das Ziel der Linken.
Um die Gesundheit der Menschen auf soziale Weise zu fördern, fordert sie folgendes Maßnahmenpaket:
Werbebeschränkungen für überzuckerte und andere ungesunde Lebensmittel
Strenge Kennzeichnungspflichten überzuckerte und andere ungesunde Lebensmittel
Verkaufsverbot für überzuckerte und andere ungesunde Lebensmittel an Schulen
Kostenloses Wasser in der Gastronomie und allen öffentlichen Einrichtungen und kostenloses, gesundes Kita- und Schulessen
Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel
Gestaffelte Herstellerabgabe auf Softdrinks
Beim letzten Punkt verweist die Partei auf Großbritannien. Dort hätte zwei Jahre nach der Einführung der Herstellerabgabe die Industrie bereits 50 Prozent der Rezepturen von Soft Drinks so angepasst, dass sie den Grenzwert von 5 Gramm Zucker pro 100 Milliliter nicht mehr überschritten. Der Zuckerkonsum durch Softdrinks sei zudem um 46 Prozent zurückgegangen.
Für Deutschland schlägt die Linke eine Staffelung der Herstellerabgabe vor. Dafür solle es mindestens zwei Jahre Vorlauf geben, damit die Hersteller Zeit bekommen, ihre Rezepturen und Produktpaletten anzupassen.








