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Preisindex für das 2. Quartal 2026

Medizinische Verbrauchsmaterialien werden teurer

Der Iran-Krieg und deutlich gestiegene Transportkosten sind die Hauptursachen für die Preissprünge. Welchen Einfluss der aktuell schwächelnde Euro haben wird, könnte das dritte Quartal zeigen. AlfaSmart - adobe.stock.com | Generiert mit KI
LL
Praxis
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Erstmals sind die Preise in allen untersuchten Einzelkategorien gestiegen: Im 2. Quartal liegen die Preise für Verbrauchsmaterial in Praxen um durchschnittlich 1,79 Prozent höher und der Trend könnte anhalten.

Besonders deutlich fielen die Preisanstiege in den Bereichen Schutzkleidung, OP-Abdeckungen und Einmalinstrumente aus. Hier lagen die Preise im zweiten Quartal um bis zu 3,97 Prozent über dem Niveau des ersten Quartals. Auffällig ist dabei, dass insbesondere Produktgruppen mit einem hohen Importanteil die stärksten Preissprünge aufwiesen.

Der aktuelle Preisindex, den die Plattform Praxisdienst für medizinische Verbrauchsmaterialien erhebt, liegt nun bei 104,86 Punkten. Das ist eine Veränderung zum ersten Quartal von plus 1,84 Punkten beziehungsweise plus 1,79 Prozent.

  • Schutzkleidung: 107,92 Punkte (+ 4,12 Punkte)

  • Wund- und Verbandsmaterial:  101,11 Punkte (0,96 Punkte)

  • Hygieneartikel/Papierprodukte: 104,89 Punkte (0,24 Punkte)

  • Desinfektion: 101,69 Punkte (0,53 Punkte)

  • OP-Bedarf/Einmalinstrumente: 106,86 P Punkte (3,09 Punkte)

  • OP-Bedarf/sonstige Abdeckungen: 104,16 Punkte (3,67 Punkte)

  • Laborbedarf: 105,89 Punkte (1,19 Punkte)

  • Infusion und Injektion: 106,55 Punkte (0,94 Punkte)

Die wesentlichen Ursachen für diese Entwicklung sind laut Praxisdient die gestiegenen Rohstoff- und Transportkosten infolge des Iran-Krieges. Bei einzelnen Produkten, darunter Nitrilhandschuhe, verdoppelten sich zeitweise sogar die Einkaufspreise.

Darüber hinaus wurden im zweiten Quartal verstärkt Waren abgesetzt, bei denen die von den Herstellern zum Jahreswechsel vorgenommenen Preisanpassungen bereits berücksichtigt waren.

Schwacher Euro als weiterer Risikofaktor bei Preisentwicklung

Zusätzlichen Kostendruck verursachen nach Einschätzung der Marktbeobachter die deutlich gestiegenen Transportkosten. Diese resultieren insbesondere aus höheren Zuschlägen der Paketdienste und Speditionen aufgrund gestiegener Treibstoffkosten. Auch der anhaltend schwache Euro sowie der ungünstige Wechselkurs zum US-Dollar wirken sich zunehmend auf die Verkaufspreise aus.

Für das dritte Quartal 2026 zeichnet sich ein gemischtes Bild ab. Einerseits wird mit einer Stabilisierung der Rohstoff- und Transportkosten gerechnet. Andererseits besteht die Erwartung, dass die tatsächlichen Preissteigerungen bislang noch nicht vollständig in den Marktpreisen berücksichtigt wurden. Als weiterer Risikofaktor gilt die anhaltende Schwäche des Euro, die zusätzlichen Preisdruck verursachen könnte.

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