RKI-Wochenbericht

Mehr Atemwegserkrankungen als vor der Pandemie

von LL
Gesellschaft
Derzeit ist die Zahl der Atemwegserkrankungen deutlich gestiegen, wie aus dem aktuellen Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die COVID-Zahlen waren im Messzeitraum hingegen noch im Abwärtstrend.

Laut dem RKI liegen die aktuellen Fallzahlen für Atemwegserkrankungen, darunter Erkältungseffekte und die saisonale Grippe, über denen der vorpandemischen Jahre. Insgesamt werde sich dieser Trend in der kommenden Zeit fortsetzen, erklärt das Institut und rechnet saisonal bedingt mit weiter steigenden Werten. Bei den gemeldeten Corona-Fällen in Deutschland blieb der Trend zunächst weiter abnehmend. Die Infektionszahlen hier steigen derzeit vergleichsweise nicht so stark wie bei den akuten Atemwegsinfekten.

Deren Zahl ist im Vergleich zur Vorwoche insgesamt deutlich gestiegen. Das belegen die Daten der Online-Befragung „GrippeWeb“. In der Woche bis zum 20. November lag sie mit etwa sieben Millionen respiratorischer Erkrankungen sogar über dem Wert der Jahre vor der Coronavirus-Pandemie.

Vor allem Kinder zwischen 4 und 14 Jahren von RSV-Infektionen betroffen

„Insbesondere die Positivenrate und die Zahl der Erkrankungen durch Influenza zeigen einen deutlich steigenden Trend, zudem führen Respiratorische Synzytial-Virus-Infektionen (RSV-Infektionen) insbesondere bei Kleinkindern vermehrt zu Erkrankungen und Krankenhauseinweisungen“, heißt es im

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Wochenbericht/Wochenbericht_2022-11-24.pdf?__blob=publicationFile _blank external-link-new-window

. Auch in den folgenden Altersgruppen bis 14 Jahre liegen die Werte demnach auf einem sehr hohen Niveau.

Bei den Meldungen zu Corona-Nachweisen war zunächst noch kein Anstieg zu verzeichnen: Bundesweit sei die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche im Vergleich zur Woche davor erneut um 17 Prozent gesunken, offenbart der Wochenbericht. Die meisten Ergebnisse darin beziehen sich auf die vergangene Woche. Die höchsten Inzidenzen betrafen demnach Menschen über 90 Jahren, für die auch der geringste Rückgang der Inzidenzwerte seit der Woche davor vermerkt wurde. 

Weniger COVID-Patienten im Krankenhaus und auf Intensivstationen

Die Zahl der COVID-bedingten Krankenhausbehandlungen ging weiter zurück. Auch auf den Intensivstationen im Land wurden demnach weniger Schwerkranke mit dem Virus behandelt. Zudem berichtet das RKI weiter von einem Rückgang der Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen. Der Rückgang der Erkrankungszahlen zeige sich seit Mitte Oktober. 

Bei den Corona-Infektionen hat die Verbreitung der noch relativ neuen Omikron-Subvariante BQ.1.1 weiter zugenommen und kam bei einer Stichprobe in der vorvergangenen Woche auf einen Anteil von fast neun Prozent. Es sei aber bisher noch keine Erhöhung der Krankheitslast zu beobachten. 

Allerdings kann ersten Erkenntnissen zufolge die Variante BQ.1.1 der Immunantwort von Menschen, die geimpft und beziehungsweise oder genesen sind, vergleichsweise gut entgehen. Zudem werden für die Behandlung der Subvariante offensichtlich neue Therapien notwendig. Alle derzeit zugelassenen Antikörpertherapien wirkten bei ihr nicht, hatte das

https://www.dpz.eu/de/aktuelles/pressemitteilungen/einzelansicht/news/neue-omikron-untervariante-bq11-resistent-gegen-alle-therapeutischen-antikoerper.html _blank external-link-new-window

am Mittwoch mitgeteilt. 

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