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Zusammenhang zwischen oralem und Darmmikrobiom

Veränderte Mundflora könnte Schmerzen bei Arthrose beeinflussen

Das orale Mikrobiom für sich stelle ein sehr vielfältiges und dynamisches Ökosystem dar, das eine entscheidende Rolle bei der Regulierung der systemischen Entzündung einnehme. Evdoha (mit KI generiert) - stock.adobe.com
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Medizin
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Chinesische Forschende bringenVeränderungen im oralen Mikrobiom, das mit dem des Darms verbunden ist, mit stärkeren Symptomen von Arthrose in Händen und Handgelenken in Zusammenhang.

Veränderungen der Mundflora können das Darmmikrobiom beeinflussen und das wiederum Entzündungen und Schmerzen bei Arthrose an der Hand begünstigen, berichten die Wissenschaftler aus China als Outcome ihrer Studie im Fachmagazin RMD Open. Als Gründe dafür sehen sie nehmen der engen Verbindung der beiden Mikrobiome und ihrer Wechselwirkung, den Umstand, dass das orale Mikrobiom eine entscheidende Rolle bei der Modulation systemischer Entzündungen einnehme.

Die Handarthrose ist eine weit verbreitete Muskel-Skelett-Erkrankung und bezeichnet den schmerzhaften Abnutzungsschwund des Knorpels in den Finger- oder Handgelenken. Weltweit sind über 142 Millionen Menschen betroffen. Handschmerzen, Steifheit, reduzierte Griffstärke, funktionelle Einschränkungen und letztendlich eine beeinträchtigte Lebensqualität sind die Symptome und Folgen. Bisherige Forschung hat eine Dysbiose des Darmmikrobiom sowie Stoffwechselveränderungen als Risikofaktoren festgestellt, erläutern die Wissenschaftler ihre Motivation zur weiterführenden Untersuchung.

Das orale Mikrobiom für sich stelle ein sehr vielfältiges und dynamisches Ökosystem dar, das eine entscheidende Rolle bei der Regulierung der systemischen Entzündung und der Aufrechterhaltung der Immunhomöostase durch Interaktionen mit Wirtszellen und distalen Organen spiele, führten die Wissenschaftler aus. Im Gegensatz zum Darmmikrobiom ist das orale Mikrobiom direkt und kontinuierlich durch externe Faktoren wie Ernährung, Rauchen und Alkoholkonsum beeinflusst, und möglicherweise noch empfindlicher für Umweltstörungen.

Mundflora von Arthrose-Patienten zeigt andere Bakterien-Besieglung

Für die Untersuchung nahmen sie Speichelproben mittels ribosomaler RNA-Gensequenzierung von 52 Patienten mit symptomatischer Arthrose in den Händen und von 712 Personen ohne Erkrankung. Im Ergebnis stellten sie fest: Im Vergleich zu Proben von Teilnehmenden ohne Arthrose wiesen Proben von den Patienten mit symptomatischer Arthrose eine deutlich geringere mikrobielle Vielfalt im Mundraum und eine veränderte Zusammensetzung auf.

Besonders die Besiedlung von Trichococcus-Bakterien in den Proben der Arthrose-Patienten war signifikant höher. Eine höhere relative Häufigkeit des Bakteriums hing außerdem mit stärker ausgeprägten Symptomen der Handarthrose zusammen – gekennzeichnet durch beidseitigen Befall, deutlich ausgeprägtere radiologische Veränderungen, stärkere Schmerzen sowie eine höhere Anzahl betroffener Gelenke.

Für die Wissenschaftler seien die Ergebnisse der Studie erste Belege für einen möglichen Zusammenhang zwischen Veränderungen des oralen Mikrobioms und symptomatischer Arthrose der Hände. Da es sich jedoch um eine Beobachtungsstudie handele, sei es nicht gesichert möglich, Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge festzustellen. Auch die Studienkohorte müsste bei weiterführenden Untersuchungen größer sein, so die Forschenden.

Li J, Xiao Y, Yang T, Hunter DJ, Zhang W, Doherty M, et al. Oral microbiome dysbiosis and oral-gut microbial network disruption in hand osteoarthritis: data from the Xiangya Osteoarthritis Study. RMD Open. 2026;12:e006962. https://doi.org/10.1136/rmdopen-2026-006962

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