Beschimpfungen, Drohungen und Übergriffe sind keine Einzelfälle mehr
„Ärztinnen und Ärzte gehen jeden Tag zur Arbeit, um Menschen zu helfen – nicht, um beleidigt, bedroht oder geschlagen zu werden“, erklärt Frank-Ullrich Schulz, Präsident der Landesärztekammer Brandenburg. „Die Hemmschwelle sinkt. Das macht uns große Sorgen.“
Die Europäische Konferenz der Ärztekammern (Conseil Européen des Ordres Médicaux, CEOM) hatte den Aktionstag vor sieben Jahren ins Leben gerufen.
Gerade weil die überwältigende Mehrheit der Patientinnen und Patienten dem medizinischen Personal mit Respekt und Vertrauen begegne, dürfe aggressives Verhalten nicht verharmlost oder toleriert werden, macht die Landesärztekammer deutlich. Gewalt sei kein Ventil für Frust, sondern eine Straftat.
Gewalt ist eine Straftat
Im Juni 2025 hat die LÄKB die Meldestelle „Gewalt gegen Ärztinnen und Ärzte“ eingerichtet, um sich ein Bild über die Entwicklung der Zahlen und Formen ausgeübter Gewalt zu machen. Betroffenen Mitgliedern bietet sie in dem Zusammenhang auch an, mit Hilfe ihrer Rechtsabteilung praxistaugliche Lösungsstrategien zu entwickeln.
Außerdem wurden umfassende Umfragen bei den Rettungsstellen der Kliniken sowie den Ärztlichen Leitern Rettungsdienst gestartet. Die Daten sollen im Laufe des Jahres 2026 statistisch ausgewertet und aufbereitet werden.
Schon jetzt zeichnet sich für die LÄKB ab, dass es eine konsequente strafrechtliche Verfolgung von Übergriffen, eine bessere Unterstützung für Betroffene sowie die finanzielle Förderung von Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen und den Ausbau von Deeskalations- und Präventionstrainings braucht.














