Taucher findet riesigen Megalodon-Zahn
Manchmal braucht es im Leben einfach ein bisschen Glück, dann wieder zahlt sich Hartnäckigkeit aus – Christian Corbitt hatte offensichtlich beides. Der Inhaber einer Tauchschule in North Carolina, USA, machte Anfang August etwa 35 Meilen vor der Küste von Wilmington den bisher spektakulärsten Fund seiner Taucherkarriere: einen 15 Zentimeter langen Zahn des Megalodons.
Der Megalodon, auch „Riesenzahn“ genannt, ist eine gigantische, prähistorische Haiart, die vor etwa 10 bis 3,6 Millionen Jahren lebte. Mit einer geschätzten Länge von 16 bis 20 Metern und einem Gewicht von ungefähr 50 bis 100 Tonnen ist der Megalodon etwa dreimal so groß wie der Weiße Hai und damit wohl der größte Urzeithai, der je existiert hat. Belegen lässt sich seine Existenz vor allem durch Zahn- und vereinzelte Wirbelfunde.
Die Zähne des Megalodons waren dreieckig mit fein gesägten Schneidekanten und einer V-förmig eingebuchteten Zahnwurzel. Forschende glauben, dass sich das Gebiss aus rund 267 Zähnen zusammensetzte. Neben den vorderen und den hinteren Zähnen besaß der Megalodon noch seitliche Zähne und Zwischenzähne. Je nach Platzierung der Zähne variierten Form und Größe. Die größten Zähne konnten eine Kantenlänge von bis zu 18 Zentimetern erreichen.
Bei Corbitts Fund handelt es sich somit um einen der „wertvollsten prähistorischen Schätze des Ozeans“, was dem Hobbytaucher einen Auftritt im regionalen Fernsehen bescherte. Dort berichtete Corbitt, wie er den Zahn „zufällig“ entdeckte: Er habe zwei Tage und eine Nacht damit verbracht, den Meeresboden abzusuchen und dabei 33 vollständige fossile Haifischzähne gefunden. Glück und Hartnäckigkeit eben.