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Internationale Aktionstag für Frauengesundheit

Frauen ticken (zahn-)medizinisch anders!

LL
Gesellschaft
Der Internationale Aktionstag für Frauengesundheit am 28. Mai soll mehr Aufmerksamkeit für weibliche Gesundheitsbedürfnisse schaffen. Die Forschung zeigt: Auch zahnmedizinisch ticken Frauen (teilweise) anders.

Mit dem Internationalen Aktionstag für Frauengesundheit wird weltweit ein gleichberechtigter Zugang zur Gesundheitsversorgung gefordert und auf frauenspezifische Krankheitsbilder hingewiesen. Immer noch vernachlässigen weite Teil der Medizin und Forschung die biologischen Charakteristika, Voraussetzungen und Bedürfnisse von weiblichen Patienten.

Dazu gehören zum Beispiel anatomische und organische Voraussetzungen sowie der Hormonhaushalt – vor allem in der Schwangerschaft und den Wechseljahren, und Krankheitsbilder, wie Endometriose, die ausschließlich Frauen betreffen. Auch Herzinfarkt-Symptome äußern sich bei Frauen anders und werden beispielsweise eher übersehen. Dabei sind Herz-Kreislauferkrankungen die häufigste Todesursache bei Frauen in Deutschland.

Und auch bei Erkrankungen, die beide Geschlechter betreffen, können sich Unterschiede in der Prävention, Diagnostik und Therapie wie etwa der Wirksamkeit von Medikamenten ergeben.

Frauen und Mundgesundheit

In den Wechseljahren führt der sinkende Östrogenspiegel häufig zu Mundtrockenheit, Zahnfleischbluten und einem erhöhten Risiko für Parodontitis und Karies. Die hormonelle Umstellung verändert das Milieu im Mund, die Schleimhäute werden dünner und empfindlicher. Die regelmäßige zahnärztliche Kontrolle, Speichelfluss-anregende Tricks und eine kalzium- und vitaminreiche Ernährung für den Knochenstoffwechsel können unterstützen.

Neben den biologischen Unterschieden beeinflussen auch psychosoziale Faktoren die gesundheitliche Situation der Geschlechter. Hier spielen die Vorstellung von Gesundheit, die Wahrnehmung des eigenen Gesundheitszustands, dass Gesundheits- und Risikoverhalten und die Inanspruchnahme von Früherkennungsmaßnahmen eine Rolle, erklärt etwa das Bundesgesundheitsministerium (BMG).

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