So kommt der Krankenwagen in entlegene Gebiete
Studierende der TU Eindhoven haben den weltweit ersten solarbetriebenen Krankenwagen entwickelt. Der „Stella Juva“ soll die medizinische Versorgung in entlegenen Gebieten verbessern. Dort schränken aktuell nicht nur schlechte Straßenverhältnisse, sondern vor allem die fehlende Treibstoff- oder Stromversorgung den Zugang zur Gesundheitsversorgung stark ein. „Wir haben uns von den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen inspirieren lassen, die eine gute Gesundheitsversorgung für alle Menschen anstreben“, sagt Teamleiter Mathijs van Gerven.
Die Besonderheit: Stella Juva erzeugt mithilfe der Solarpaneele auf seinem Dach genügend Energie für den Antrieb und – geparkt durch ausklappbare Zusatzmodule – für die medizinische Ausrüstung. In dem Wagen kann man Bluttest durchführen, Menschen auf Krankheiten wie Tuberkulose und Malaria untersuchen, Impfungen verabreichen und Ultraschalluntersuchungen von Schwangeren durchführen.
Für die Praxiserprobung war das Team in der kenianischen Region Narok unterwegs. Insgesamt legte es dabei in dem Fahrzeug mehr als 800 Kilometer zurück. Bis auf eine gebrochenes Gelenk an der Lenkstange gab es keine Defekte. Das Teil ist für die unbefestigten Straßen bewusst als Sollbruchstelle konstruiert, um anderen Teile zu schonen und kann innerhalb von 30 Minuten ausgetauscht werden.




